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Wo befinde ich mich?

„Nichts ruht, alles bewegt sich; alles schwingt.” „Wer das Prinzip der Schwingung versteht, hat das Zepter der Macht erlangt.” „Um deine Stimmung oder deinen mentalen Zustand zu ändern, ändere
deine Gedanken.” 

Schwingung ist der Vorreiter der Form (siehe hier: Heiner Lauterwasser, Hans Jenny und Ernst Chladni). Alles ist in steter Bewegung. Änderst du Deine Gedanken, ändert sich die Schwingung. Ändert sich die Schwingung, ändert sich die Form – muss sich die Form verändern! Auch das ist Gesetz.

Jegliche Form besteht aus einer ihr eigenen Schwingungsrate oder Kombination von Schwingungsraten. Form ist in Raum und Zeit „gefrorene“ Schwingung. Form ist Struktur und Ordnung. Änderst du die Schwingung, ändern sich Struktur und Ordnung.

Nur Geist ist ewig. Materie unterliegt einem stetigen Wandel. Mit dem Geist (dem Bewusstsein) herrschst du über die Materie und somit auch über deinen Körper (Gesundheit!).

Gedanken (geistige Bilder) stehen immer am Anfang, müssen dann aber durch Gefühle ver-stärkt und durch Handlungen ver-wirklicht werden, um auch nur irgendetwas zu erreichen. Frage dich somit, wie viel Zeit du ver-bringst, über die von dir gewünschten Dinge zu sprechen. Wie viel Zeit hingegen verbringst du täglich damit, sie durch Gefühle ent-sprechend zu verstärken und in konsequente, massive Handlungen umzusetzen? 

Frage dich folgendes: Hast du einen Plan? Schreibst du dir auf, was du erreichen willst? Feierst du die kleinen Erfolge? Belohnst du dich zwischendurch für die erzielten Fortschritte? Gleichst du dich mit Zeitpunkten in der Vergangenheit ab? Erkennst du die vielen kleinen Erfolge, die du bereits erzielt hast? Hast du dir stete Dankbarkeit zu einer Angewohnheit gemacht? 

Schätzt du dich selbst? Bist du lieb zu dir? Tust du dir selbst Gutes?

Viele Menschen haben nur das eine große Ziel im Auge, sind aber permanent ent-täuscht (das Ende der Täuschung), weil sie es nicht erreichen. Doch warum nicht? Weil sie nicht begreifen, dass Schwingung durch Resonanz auch Wachstum bedeutet; dass das Erreichen des Ziels in den allerwenigsten Fällen ein Quantensprung ist, sondern ein klitzekleiner Schritt von – sagen wir – 11 auf 12. Dann nämlich ist es bereits offen-sichtlich und vollkommen natürlich. 

So ist auch die Freude meist gedämpfter Natur, wenn das Ziel erreicht ist. Erstens hat man es im Innen bereits seit geraumer Zeit gelebt, und zweitens ist die Erfüllung kein großes Ding mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit – sie versteht sich von selbst. Lass dir diese Aussage mal auf der Zunge zergehen.

Schrittweise schwingst du dich empor. Die Schritte erkennst du aber nur dann, wenn du dazwischen immer wieder einmal inne hältst, durchatmest, Abstand nimmst und auf das zurückschaust, was du bereits alles erreicht hast.

Hierzu eine kleine Anekdote: Neulich habe ich die Resultate der Master Key System Kundenumfrage ausgewertet. Drei Fragen davon gingen darum, wie sehr sich das Studium auf die Liebe, die Gesundheit und die Finanzen ausgewirkt hat. Bei der Gesundheit waren die besten Fortschritte ersichtlich; bei den Finanzen hingegen hat sich nur bei wenigen etwas getan. Warum wohl? Ich nehme mal an, weil sie das Kleine nicht schätzen. So kann das Große auch nicht zu ihnen kommen. 

Charles Haanel schrieb im Master Key System, dass es für große Resultate große Gedanken und große Handlungen bedarf. Große Handlungen bedürfen eines gänzlich anderen Lebensstils. Wird dieser aber nicht oder nur geringfügig verändert, muss es zu ent-sprechenden Resultaten kommen. 

Mit dem Lebensstil meine ich nicht das teure Auto oder Haus, sondern vielmehr eine angepasste Ernährung, ein geordneter und konsequenter Tagesablauf, ein Verbringen mit ganz anderen Menschen und vor allem natürlich eine ganz andere geistige Ausrichtung, Zielsetzung und Lebensphilosophie. Präge dir das gut ein!

Daran kannst du erkennen, was es bedarf, um aus der Misere heraus und in den dauerhaften Lebenserfolg hinein zu kommen. Zuvor aber gilt es noch zu lernen, was es mit der Polarität auf sich hat, denn diese ist von paradoxer Natur. Eine Sache kann nämlich zur gleichen Zeit etwas sein, aber auch etwas nicht sein.

Wenn du sie aber verstehst, bist du in der Lage, dich immer richtig zu orientieren, sowohl mit deinen Gedanken als auch deinen Worten und Handlungen. Und wenn diese richtig sind, ist Erfolg die logische Konsequenz. 

Wohin bewege ich mich?

„Alles ist zweifach; alles hat Pole; alles hat seine zwei Gegensätze; Gleich und Ungleich ist dasselbe; Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden; Extreme begegnen einander; alle Wahrheiten sind nur Halb-Wahrheiten, alle Paradoxe können in Übereinstimmung gebracht werden.” „Um ein unerwünschtes Maß mentaler Schwingung zu beseitigen, konzentriere dich auf den Pol, der dem, was du unterdrücken willst, entgegengesetzt ist. Ertöte das Unerwünschte, indem du seine Polarität änderst.”

Der ach so oft begangene Fehler ist der, dass sich Menschen gedanklich mit dem befassen, was sie eigentlich gar nicht haben wollen. Du hast sicherlich schon gehört, dass das Universum keine Verneinung kennt. Wenn ich nicht an grenzenlosen Erfolg denken will, erschafft sich das Gehirn automatisch ein Bild grenzenlosen Erfolges. Das ist eine Schwingung, die ihr selbst ähnliche Schwingungen anzieht, d.h. in Resonanz mit ihnen geht. Das ist das Gesetz der Anziehung. Im geistigen Bereich zieht Gleiches Gleiches an. Punkt, Ende, Aus. 

Wenn du jetzt fragen magst, warum z.B. eine Frau oft einen herrschsüchtigen oder gewalttätigen Mann anzieht, beide aber nicht gleich sind, dann verstehe, dass hier das Starke über das Schwache herrscht. Das Schwache fühlt sich unterbewusst dem Starken hingezogen, denn in seinem Wesenskern ist es auch reine Stärke. Nur weiß es sich momentan noch nicht anders zu helfen. 

Mit einem richtigen Verständnis der Hermetik ändert sich aber auch das. Dann geht diese Frau mit diesem Mann nicht mehr in Resonanz. Sie beschreitet mutig ihren eigenen Weg, der allerdings nichts mit der unterbewusst ausgelebten Herrschsucht des Mannes zu tun hat. Daher haben sie sich auch nichts mehr zu sagen. Auch hier wunderbar, wie die deutsche Sprache wirkt.

Die Pole sind in ihrer Art gleich, nur im Grad unterschiedlich. Reichtum bedeutet nur eine relative Abwesenheit von Armut. Gesundheit die Abwesenheit von Krankheit. Liebe die Abwesenheit negativer Emotionen. 

Polarität besteht deswegen, um Dinge in Bezug zueinander zu setzen. Gäbe es nur einen Pol, könnte dieser gar nicht beschrieben werden. Was wäre denn z.B. der Tag ohne die Nacht? Das bedeutet für dich, dass dir die negativen Pole (Armut, Krankheit, Neid, Hass, Missgunst etc.) ausschließlich dazu dienen, dich gedanklich neu zu orientieren. Lehne sie nicht ab, sondern integriere sie. Erkenne ihre Bedeutung, nämlich die, dir auf deiner Reise aufzuzeigen, wer oder was du nicht sein willst. Strebe dann dem lebensrichtigen Pol zu und verankere dich dort, damit du vom ewigen Auf- und Abschwung des Lebens (siehe nächstes Prinizip) unberührt bleibst. Unbewusste Menschen werden mitgerissen. Bewusste Menschen handeln weise, wenn das Pendel zurückschwingt – und das tut es stets. Ohne diese Bewegung gäbe es kein Leben und somit auch keine Entwicklung.

Wie soll sich jedoch reell eine neue Wirklichkeit einstellen, wenn zuerst gedanklich keine neue Wirklichkeit erschaffen wurde? Es bedarf Disziplin und Beharrlichkeit, um neue geistige Haltungen zu erschaffen. Stille und Routine. Mut und Zuversicht. Auf jeden Fall aber musst du dich von dem Pol abwenden, dessen Qualität du nicht mehr erleben möchtest.

Es spielt keine Rolle, ob es örtliche, berufliche, zwischenmenschliche oder gesellschaftliche Veränderungen sind. Du kannst nicht erwarten, dass sich für dich eine neue Wirklichkeit einstellt, wenn du weiterhin in einem Umfeld verweilst, dass dir direkt oder indirekt genau das Leben beschert hat, welches du jetzt so sehn-süchtig zu ändern oder abzulegen versuchst.

Es ist also ein steter Werdungsprozess, kein schnell herbeigeführter Quick-Fix. Hier geht es um das Sein, das dich anschließend zum Haben führt – ein erfolgreiches Sein in Harmonie mit einem erfolgreichen Haben. Dabei kannst du dich aber auf diese Prinzipien / Gesetzmäßigkeiten verlassen. Das schafft Ruhe und Besonnenheit, Vertrauen in den Prozess und Dankbarkeit für die Schöpfung.

Um zu sein, musst du üben. Üben, üben und noch mehr üben! Es ist diese Disziplin und Beharrlichkeit, die alle erfolgreichen Menschen auszeichnet. Unstetigkeit, Vorurteile, unkontrollierte Emotionen und mangelndes Dabeibleiben (d.h. ewiges Suchen) zeichnen die Menschen aus, die nicht erfolgreich sind. Nicht er-folg-reich! 

REICH FOLGT IHM. REICH FOLGT GOTT. REICH FOLGT DEM PRINZIP. REICH FOLGT DER WAHRHEIT! 

Dein Befolgen des Gesetzes führt dazu, dass das Gesetz dir folgt!

Wann ist der beste Zeitpunkt?

„Alles fließt, aus und ein; alles hat seine Gezeiten; alles hebt sich und fällt; der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus gleicht aus.” „Rhythmus kann durch die Anwendung der Kunst der Polarisation neutralisiert werden.”

Rhythmus ist wie Schwingung und Polarität notwendig, um Dinge zu beschreiben. Rhythmus schafft Ausgleich. Rhythmus macht vorhersehbar. Rhythmus macht ruhig und gelassen.

Der Mensch unterliegt etlichen Rhythmen im Leben. Das beginnt mit dem Tagesryhthmus, der von der Sonne bestimmt wird. Dem folgt der Wochenrhythmus, der durch die Planeten bestimmt wird. Mond-tag, Mars-tag, Merkur-tag, Jupiter-tag, Venus-tag, Saturn-tag, Sonn-tag. Die Franzosen haben sich die Verbindung in ihren Wochentagen noch bewahrt: Lunedi, Mardi, Mercredi, Jeudi, Vendredi, Samedi, Dimanche. 

Dem folgt der Jahresrhythmus (Erde-Sonne), gefolgt von etlichen planetarischen Rhythmen, sowie dem Voranschreiten der Tag- und Nachtgleiche (ca. 26.000 Jahre), der durch die trichterförmige Schlingerbewegung unseres Sonnensystems verursacht wird. Und darüber hinaus gibt es noch welche, die Schwingungsraten von vielen Hunderttausend oder Millionen von Jahren haben.

Jeder Abschnitt hat eine bestimmte Qualität. Weiß ich um die Qualität, kann ich mich auf Perioden des Wachstums (Ausatmens) genauso einstellen wie auf Perioden der Konsolidierung (Einatmens). Eine Unkenntnis der Rhythmen führt dazu, dass man das Richtige zum falschen Zeitpunkt tut. Eine Kenntnis der Rhythmen führt dazu, dass man das Richtige zum richtigen Zeitpunkt tut und somit in Resonanz geht, d.h. es verstärkt und so zur Verwirklichung bringt.

Rhythmus schafft vor allem aber Gewissheit – und dadurch innere Ruhe. Wenn ich weiß, wann was wiederkehrt, kann ich mich darauf einstellen. Auch hier brilliert wieder einmal die deutsche Sprache mit ihrer Genauigkeit. Ich wieder-hole das gerne, denn das Einstellen auf das, worüber ich keine direkte Kontrolle habe, ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges.

Interessanterweise haben sich u.a. das Volk der Maya aus Zentralamerika mit einer Vielzahl von Rhythmen befasst und klassifizierten diese in etlichen Kalendersystemen. Sie beobachteten die Planeten und ihre Konjunktionen sehr genau und befassten sich mit der Entwicklung des Bewusstseins. Sie schufen eigens dafür den Tzol‘kin („Zählung der Tage“) Kalender, der es ihnen erlaubte, sich in einem asynchronen Rhythmus von 260 Tagen (13 Töne und 20 Zeichen) so auszurichten, dass ihr Bewusstsein schrittweise auf eine höhere Ebene gehoben wurde. 

Im Gegensatz dazu dreht sich unser gregorianischer Kalender allein um materielle Objekte (Erde „um“ Sonne, Mond und Erde umeinander), schenkt dem Bewusstsein aber keinerlei Beachtung. Das mag auch die gegenwärtige Verwirrung und Unruhe erklären, die sich seit geraumer Zeit bei den Menschen zeigt. Auch hier gilt: Weiß ich um die Rhythmen – sowohl die materiellen als auch die immateriellen, kann ich mich auf die damit einhergehenden Energien und Qualitäten einstellen.

In „The Law of One“ von Ra, einem demütigen Übermittler des Einen Gesetzes, berichtet dieser von einem 18 Tage Rhythmus in Sinuswellenform, der zwischen dem 4. und 5. Tag eine „Hochzeit“ hat, am 9. und 18. Tag kritisch ist. Dann durchstößt die Linie die Nulllinie von oben und von unten. Du darfst diesbezüglich weitere Nachforschungen betreiben und persönliche Aufzeichnungen machen.

Warum tue ich es?

„Jede Ursache hat ihre Wirkung; jede Wirkung hat ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig; Zufall ist nur ein Name für ein unbekanntes Gesetz; es gibt viele Ebenen von Ursachen, aber nichts entgeht dem Gesetz.“ „Es gibt viele Ebenen der Verursachung, und man kann die Gesetze der höheren Ebenen (Beschaffenheiten, Eigenschaften) anwenden, um die Gesetze der niederen Ebenen zu überwinden.”

Das Denken des gewöhnlichen Menschen ist viel zu oberflächlich, um überhaupt etwas zu bewirken. Tiefe Einsichten kommen nur durch tiefes Denken, was aber nicht mit Anstrengung verwechselt werden sollte. Der Mensch hat durch genaue und wertfreie Beobachtung der Natur ihre Geheimnisse abgerungen. So wird es auch dir ergehen. Erst wenn du erkennst, was die Ur-sache – die ursprüngliche Sache – ist, kannst du diese umkehren (die Polarität ändern) und so auch die Auswirkung be-stimmen.

Durch Ursachenforschung kommt man dazu, zu kategorisieren und zu klassifizieren. Durch Ursachenforschung (induktives Denken) schließt man vom Besonderen aufs Allgemeine. Dadurch entstehen Gesetzmäßigkeiten, die dir Gewissheit und Bestimmtheit geben und den Druck und die Zweifel nehmen. Das führt zu innerer Ruhe und Gelassenheit. Diese führt schließlich zu intelligenten Entscheidungen und somit zur Fortführung des Lebens selbst.

Es gibt keinen “Anderen”. Dein Leben entspringt deinem Geist. Geist ist unteilbar. Aller Geist ist ein Geist. Alles Bewusstsein ist ein Bewusstsein. Wenn dir im Außen etwas nicht gefällt, heile es in dir. Sende ihm Licht und Liebe, denn darauf basiert die Schöpfung. „Das Gesetz der Anziehung und das Gesetz der Liebe sind ein und dasselbe“, schrieb Charles Haanel im Master Key System.

Polarität, d.h. die Gegensätze, wird es so lange geben, wie es Schöpfung gibt. Vereine sie in dir. Lehne das Böse nicht ab, sondern transformiere es. Das ist wahre Meisterschaft. Du musst also das Alte nicht erst nieder reißen und zerstören. Es reicht, das Neue aufzubauen, und das bedarf eines stetigen Be-fassen damit – d.h. einer Bewusst-werdung. Diese Arbeit nimmt dir aber niemand ab. Sie ist allein deine!

Ursache und Wirkung sind aber nicht linear; die Interaktion ist auch nicht immer sofort offensichtlich. Das tritt z.B. bei den hungernden Kindern in Afrika zu Tage, aber auch bei politischen Entscheidungen, bei Geburts- und Gendefekten sowie Völkermord. Es tritt sogar bei partnerschaftlichen Trennungen zu Tage. 

Es wird auch immer wieder gefragt, ob sich die Juden, Armenier oder Hutus, die einem Völkermord zum Opfer gefallen sind, das individuell gewünscht haben. Natürlich nicht. Sie waren jedoch Teil eines Systems vielfacher Ursachen und Wirkungen, in dem sie anschließend gefangen waren und so kollektiv behandelt wurden. Hätten sie ein höheres Bewusstsein gehabt, hätten sie die drohende Gefahr erkannt, rechtzeitig gehandelt und sich in Sicherheit gebracht, oder die Gefahr eben kollektiv abgewandt. Auch daran erkennst du, dass es der Masse noch an Bewusstsein mangelt, u.a. auch deswegen, weil sie sich immer wieder in gewalttätige Konflikte verwickeln lässt, ganz gleich ob häuslicher oder völkischer Natur. Vor allem: Wer sich irgendwelchen kulturellen oder religiösen Kreisen anschließt oder zugehörig fühlt, muss damit rechnen, dass ihn Handlungen treffen, die mit ihm individuell gar nichts zu tun haben, sich aber gegen die Kultur oder Religion richten.

Dieselbe Einsicht gilt auch für dich, vor dann, allem wenn etablierte Systeme instabil werden und dazu noch bestimmten astrologisch prägenden Einflüssen unterliegen. Dann kann es schnell zu globalem Unheil kommen, „nur deswegen, weil einige wenige Männer in hohen Positionen nicht wussten, dass einer Kraft immer mit gleicher oder mit noch höherer Kraft begegnet wird. Sie wussten nicht, dass ein höheres Gesetz immer ein niedrigeres Gesetz kontrolliert.“ So schrieb es Charles Haanel in „Ein Buch über Dich“.

Dein Verstand ist nicht immer in der Lage, alle Einzelheiten wahrzunehmen und zu begreifen. Das soll er auch gar nicht. Er soll lediglich die Qualität erkennen und entsprechend handeln. Dazu bedarf es einer genauen Betrachtung unterhalb der Oberfläche, denn das, was offensichtlich ist, unterliegt meist vielfältiger Einflussnahme oder gar Manipulation und ist somit unwahr, falsch und oftmals gefährlich.

Die beschränkte Aufnahme- und Verwertungsfähigkeit des Verstandes ist übrigens auch ein Grund, warum wir uns nicht an vorherige Leben erinnern können, vor allem nicht, wenn wir erwachsen sind. Stell dir vor, du wüsstest, was du am 3. August vor 900 Jahren gemacht hast. Und am 4., 5. usw. Und natürlich auch vor 899 Jahren und vor 901 Jahren. Und das ist nur eine der zahlreichen Inkarnationen, die du durchlaufen hast.

Glücklicherweise beschert dir das Leben immer wieder Einsichten in deine Vergangenheit. Das, was noch aufgelöst, vergeben oder geheilt werden muss, kehrt so lange zu dir zurück, bis du dich der Aufgabe annimmst und sie er-ledigst. 

Wo wir beim Thema sind: Die Ursache für Erfolg ist die Inanspruchnahme von Erfolg. Die Ursache für Erfolg ist das Befassen mit Erfolg. Dieses Buch ist ein Erfolg. Es ist er-folgt! Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Exemplare davon glückliche Käufer finden. Wichtig ist vielmehr, dass jemand seinem Ruf gefolgt ist und dadurch seine Idee (sein Ideal) verwirklicht hat. 

Da das hier vermittelte Wissen den Menschen sehr viel nützt, weiß ich auch, dass ich damit die richtigen Ursachen ins Leben gerufen habe. Über den Rest mache ich mir keinerlei Gedanken – und du solltest das auch nicht. Wir leben in einem Universum der Gessetzmäßigkeiten. Wir können uns auf die Schöpfung verlassen.

Folge deiner Verzückung. Schöpfe schöne und liebevolle Dinge. Sie alle werden ihnen ent-sprechende Aus-wirkungen haben. Das ist das Geniale an diesen Gesetzmäßigkeiten. Du kannst dich auf sie verlassen. Sie geben dir Gewissheit, Ruhe, Vertrauen. Das führt zu Mut, Planung und konsequenter Handlung. Das Ergebnis: Erfolg!

Mach dir keinen Gedanken über Perfektion. Der amerikanische Direkt Marketing Guru „Rocket“ Ray Jutkins meinte einmal: „80% Perfektion sind genug.“ Dinge ändern sich stetig, und es liegt in der Natur der Sache, dass alles irgendwie noch verbessert werden kann. Um das zu tun, wurde dir Zeit gegeben, denn sie entsteht durch das Vergleichen von etwas mit etwas anderem. Schön, nicht wahr?

Wie verhalte ich mich?

„Geschlecht ist in allem; alles hat sein männliches und sein weibliches Prinzip; Geschlecht manifestiert sich auf allen Ebenen.”

Es gibt Zeiten, Impulse zu geben, und es gibt Zeiten, Impulse zu empfangen. Ein Verständnis der Rhythmen hilft bei der Entscheidungsfindung. Das Männliche ist das positive, aktive, dominante. Es ist das Proton. Das Weibliche ist das negative, empfängliche, untergeordnete. Es ist das Elektron. Es ist aber auch das Schöpferische. Es wird vom Männlichen – dem risikobereiten Element– angeleitet, welches das Passive – das risikoscheue und aufnahmebereite Element– mit Impulsen versetzt.

Für dich bedeutet das zu verstehen, dass es diese Dualität gibt, dass aber keine ohne die andere auskommt. Es muss ein Gleichgewicht zwischen dem Geben von Impulsen, dem männlich-bestimmten Voranschreiten und Bestimmen, und dem weiblich-empfänglichen Schöpfen, aber auch dem Innehalten, Einordnen, Unterstützen etc. bestehen. Keine Seite ist wichtiger. Alles ist Eins, und das Ying ist nicht wichtiger als das Yang.

Gleichzeitig, und das ist das Paradoxe daran, ist das Männliche – nehmen wir einen Obelisken oder einen Kirchturm – das empfängliche Element, und das Weibliche das, was durch seine Schöpfungsfähigkeit eben auch eine männliche Komponente in sich trägt. Wie das Element der Polarität schon besagte: alles ist zweifach! Paradoxe können miteinander in Übereinstimmung gebracht werden. Cool, oder? 

Jetzt weißt du auch, warum manche erfolgreicher sind als andere. Sie haben ein Verständnis der Schöpfungsprinzipien erlangt oder wenden diese unterbewusst an. Dass dort, wo Licht scheint, auch Schatten fällt – er fällt, der Schatten, er steigt nicht auf! – ist vollkommen klar. Aber auch diese Menschen unterliegen dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Der Schaden, den sie anderen zufügen, wird zunächst in ihnen selbst entstehen. Wenn sie das wirklich verstünden, würden sie sich anders verhalten.

Wahres Wissen kann nur zu wahrer Anwendung führen. Du kannst also davon ausgehen, dass diejenigen, die manipulieren, nicht im Vollbegriff ihrer geistigen Fähigkeiten sind, ebenso wenig wie die, die sich manipulieren lassen, weil sie ihre Aufmerksamkeit in eine falsche und lebenswidrige Richtung lenken. Da Gleiches aber Gleiches sucht, ziehen sich die, die das Schlechte wollen, und die, die aufgrund ihrer geistigen Schwäche das Schlechte oder Böse für sie verwirklichen, letzten Endes an – oft mit tödlichen Folgen für die Letzteren. Entscheide also weise über die Art und Qualität deiner Gedanken, denn Geist ist schöpferisch. Das ist die reine, eine Wahrheit!

Du magst nun fragen, was der “Vorbehalt” ist, den ich oben erwähnte. Der Vorbehalt ist der, dass es sich bei dieser Thematik nicht um ein “Ich werde schnell reich” Schema handelt, sondern darum, dass du zu einer herausragenden und mächtigen Persönlichkeit wirst – so du es denn willst – und dein Wissen von nun an praktisch anwendest. Herausragend deshalb, weil du zum Meister über dein eigenes Leben wirst. Hier dreht es sich darum, sich zu erheben und ein Leben auf höheren Ebenen zu leben. Es ist ein Leben im Einklang mit der harmonischen Vorwärtsbewegung des Großen Ganzen und in Übereinstimmung mit der gegenwärtigen Zeitqualität des Wassermann-Zeitalters.

Es ist, wie Charles Haanel im Master Key System schrieb, „harte geistige Arbeit an sich selbst, die Arbeit, die nur die wenigsten bereit sind zu leisten“. Es ist ein kontinuierliches und stetes Überprüfen der eigenen Gedanken, Emotionen und Handlungen. Es ist ein Prozess, der anfänglich noch vom Verstand angeleitet, mit der Zeit aber durch Wiederholung zunehmend unterbewusst und automatisch wird, so dass man sich bald keine Gedanken mehr über sein wahrhaft strahlendes Wesen machen muss. Und das – in einfachen Worten – ist einfach nur geil!

Das theoretische Verständnis des vorangegangenen Kapitels hat dir eine solide Basis bereitet. Theorie bleibt jedoch grau, wenn sie nicht durch die Praxis belegt und untermauert wird. Dazu dient dir dieses Kapitel. 

Erneut greife ich aufs Master Key System zurück. Dort schrieb Charles Haanel, dass „Wissen sich von selbst nicht anwendet.“ Du musst dein Verständnis dieser universellen Prinzipien oder Spielregeln des Lebens auf die jeweiligen Situationen des Lebens anwenden. Nur das macht dich erfolgreich. Du lässt guten Dingen Gutes folgen und nimmst den schlechten Dingen den Wind aus den Segeln.

Nachdem ich in den ersten Kapiteln weit ausgeholt und in Galaxien abgedriftet bin, mich auch noch in Prinzipien eingenistet habe, geht es nun an die Umsetzung. Wieder-holung macht bekanntlich perfekt. Lustiger- und extrem bezeichnenderweise heißt es auch im Volksmund: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ Schon einmal darüber nachgedacht? Dieser Satz hat eine so vielfältige Be-deutung. Ein Meister ist deshalb noch nicht vom Himmel gefallen, weil ein Meister nicht fällt. Wenn er vom Himmel kommen sollte, dann landet er sanft. 

Es bedeutet natürlich auch, dass einem die gebratenen Hanf-Tauben nicht in den Rachen fliegen. Und es bedeutet auch, dass der Meister immer von oben kommt, nicht von unten. Es ist also das anderen Übergestellte, was das Machtvolle und letztendlich Erfolgreiche ausmacht.

Hier geht es aber nicht darum, anderen etwas zu beweisen. Es dreht sich allein um dich und deine Befähigung, bewusst Erfolge zu er-zielen. Diese machst du durch Wieder-holung zu einem festen Bestandteil deines immer schöner und erfüllter werdenden Lebens.

Machen? Du erinnerst dich doch noch an den „Macher“; es muss also etwas gemacht werden, und zwar auf zweierlei Ebenen. Die eine Ebene bezieht sich auf das äußere Leben. Sie bezieht sich auf Geschehnisse, die ohne dein direktes Zutun ablaufen. Das sind die allermeisten. Logisch.

Die andere Ebene bezieht sich auf das innere Leben, das sich dann im äußeren Leben… na ja, was wohl… äußert, d.h. verwirklicht. Auf beide Ebenen gehe ich im Folgenden ein.

Lass dir gesagt sein, dass dieses Buch nichts an deinem äußeren Leben ändert, wenn du es zuvor nicht für nötig gehalten hast, dir die Befähigung anzueignen, derer es bedarf, um wirklich erfolgreich zu sein. Dazu sind die nun folgenden Erläuterungen da. Sauge sie auf. Mache sie dir zu Eigen. Sie beruhen allesamt auf den Übungen des Master Key Systems. Warum? Weil es keine bessere Quelle gibt, diese Befähigung zu erlangen. 

Das, was Charles Haanel dort erschaffen hat, ist von allerhöchster Qualität. Da spielt es keine Rolle, dass das Buch schon über 100 Jahre alt ist. Bei den Smaragdtafeln beschwert sich ja auch keiner, und die sind angeblich über 3500 Jahre alt, wenn nicht noch älter.

Auch hier geht es ganz von vorn los. Und einfach. Einfach zu verstehen; einfach nachzumachen; einfach einzubinden.

Die Quantenphysik lehrt dich, dass alles Energie ist. Sie lehrt dich auch, dass je mehr du dir der Einzelheiten gewahr wirst, desto ungenauer wird die Beschreibung. Werner Heisenbergs Unschärferelation besagt genau das: Bewegt sich etwas, können wir wenig über den Aufenthaltsort sagen. Ist etwas fix, wissen wir, wo es ist, aber nicht, ob es sich bewegt. 

Das bedeutet, dass es sich im unendlich kleinen Maßstab, wo alles nur noch Energie ist, immer mehr um Wahrscheinlichkeiten handelt, weniger aber um etwas genau Bestimmbares. Das bedeutet wiederum für dich, dass das, was das Unendliche ausmacht, letzten Endes reines Potenzial ist und dir unendliche Möglichkeiten der Entfaltung zur Verfügung stellt. Diese Aussicht ist schlichtweg genial. Da spielt es auch keine Rolle, ob du gegenwärtig krank bist, vor dem Studienabschluss stehst, Arbeitslosengeld beziehst, in der Schule gemobbt wirst, unter Burnout leidest oder durch eine familiäre Trennung gehst. Du hast stets die Wahl, neues Potenzial zu verwirklichen

Um etwas zu verändern, bedarf es bestimmter Fähigkeiten. Die erste davon ist die der richtigen Atmung. Darauf gehe ich gleich im Anschluss noch ein. Darüber hinaus gibt es zwei Ebenen, die sich ergänzen und voneinander abhängig sind. Beide beziehen sich sowohl auf den Körper als auch auf den Geist, d.h. deine Gedanken. Was damit gemeint ist? Nun, es bedarf sowohl der Kontrolle (Steuerung) als auch dem Loslassen (Entspannung). Macht Sinn, oder? Leben bedeutet Pulsieren, und Steuerung und Entspannung ergänzen sich da wie Tag und Nacht oder Ebbe und Flut.

Wenn ich weiterhin an dem festhalte, was ich habe, wird kaum etwas Neues in mein Leben eintreten können – der Platz ist ja bereits belegt. Daher muss zunächst ein Raum geschaffen werden, in den das Neue ein-geladen werden kann. Das wird durch die folgenden vier Prozesse sowie die Atmung ermöglicht. Sie sind die absolute Grundlage jeglicher Veränderung – jeglichen Erfolges. 

Auf der zweiten Stufe der Manifestation geht es dann aktiv um deine Vorstellungskraft und die Fähigkeit, vollkommen im Objekt der Begierde aufzugehen. Das wird auch Konzentration oder Gedankenbündelung genannt.

Bewusste Atmung, zusammen mit Körperkontrolle, Gedankenkontrolle, körperlicher und gedanklicher Entspannung, gepaart mit Visualisierung und Konzentration sind eine unschlagbare Kombination und die Meisterformel für den garantierten Erfolg.

Deine Atmung spielt bei den vier Prozessen, aber auch bei der zweiten Stufe der Manifestation eine zentrale Rolle. Um es auf den Punkt zu bringen: Ohne deinen Atem wärst du umgehend tot. Du kannst eine lange Zeit ohne Nahrung auskommen, ein paar Tage ohne Flüssigkeit, aber ohne Atmung wärst du innerhalb einer Minute nicht mehr am Leben. Das deutet bereits auf die herausragende Rolle der Atmung hin.

Die westliche Welt hat der bewussten und rhythmischen Tiefenatmung sowie weiteren, an Energie reichen Atemtechniken des alten Indiens keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Das Resultat dieser Ignoranz zeigte sich in der Gesellschaft zunächst auf körperlicher Ebene durch eine Vielzahl von Störungen: Kurzatmung, falsche Körperhaltung, fehlende Ausdauer, mangelnde Sauerstoffversorgung, Durchblutungsstörungen etc. Mit so einer schwachen Ausgangsposition ist es nicht verwunderlich, dass diese die Menschen, Familien, Firmen, Gesellschaft und letztendlich eine ganze Rasse an den Rand der Selbstzerstörung treibt. Übertreibe ich? Schau dich um, wie es gegenwärtig um die zuvor genannten Strukturen bestellt ist. All diese könnten sich durch bewusste Atemtechniken wieder harmonisieren. Allein der Gedanke…

Die Bedeutung der Atmung kann gar nicht genug betont werden, denn wir nehmen mit ihr nicht nur Luft, sondern pranische Energie (Äther) auf. Dieser fließt in drei feinen Kanälen – Ida (linkes Nasenloch, rechte Gehirnhälfte, mit dem Mond verbunden), Pingala (rechtes Nasenloch, linke Gehirnhälfte, mit der Sonne verbunden) und Sushumna genannt – die Wirbelsäule hinab, versorgt die Chakren mit Lebenskraft und harmonisiert sie. 

Atmung ist aber auch für die Manifestation von Zuständen oder materiellen Dingen essenziell. Das Atmen durch das rechte Nasenloch ist mit der Sonne verbunden, das linke mit dem Mond. Die Sonne repräsentiert das aktive, männliche Prinzip und bestimmt die Verwirklichung, während der Mond das passive, weibliche Prinzip darstellt und die Stille bestimmt.

Hier gleich ein paar wichtige Tipps; den Rest kannst du Charles Haanels fantastischem Buch „Die erstaunlichen Geheimnisse der Yogis“ entnehmen. 

 Wenn es dir an Mut, Kraft und Zuversicht mangelt, mache es dir zur Gewohnheit, bewusst und verstärkt durchs rechte Nasenloch ein- und auszuatmen, das mit der Sonne (Pingala) verbunden ist. 

 Hast du zu viel Energie, die dich auszubrennen droht, dann atme verstärkt und bewusst durch das linke Nasenloch, das mit dem Mond (Ida) verbunden ist.

 Übe regelmäßig tiefe, wechselseitige Zwerchfellatmung durch die Nase. Die Anleitung dazu findest du im oben genannten Buch, aber auch im Internet sowie in Yoga Kursen.

 Wenn du dich in einer stressvollen Situation befindest, tritt einfach für einen Moment zurück, sage nichts, schließe die Augen und atme einige Male durch die Nase tief ein und aus. Innerhalb weniger Momente ist der Stress abgebaut und die Lage hat sich normalisiert. Jetzt kannst du sie wieder mit klarem Kopf angehen.

Das Resultat bewusster Atmung zeigt sich je nach Anwendung darin, dass du klarer denken kannst, ausgeglichener, ruhiger und besonnener wirst, mutiger und selbstbewusster, zielstrebiger und so auch erfolgreicher.

Mein Rat: Befasse dich eingehend mit der Atmung, denn sie bestimmt unter anderem die weiteren Prozesse, die ja für die erfolgreiche Verwirklichung deiner Wünsche und Träume verantwortlich sind. Du wirst erstaunt sein, wie einfachste Übungen zu unmittelbaren Resultaten führen. Vor allem verbinden dich bewusste Atemübungen mit dem Universellen Bewusstsein, der unendlichen Macht, die durch diese Übungen verstärkt durch dich fließt.

Ohne Körperkontrolle passiert gar nichts. Körperkontrolle bedeutet nicht, jede einzelne Pore oder Zelle bewusst ansteuern zu können. Sie bedeutet einfach nur, für ca. 30 Minuten absolut still sitzen zu können. „In der Ruhe liegt die Kraft“ – die Kraft übrigens, die du für deinen Erfolg brauchst.

Der Grund für das Stillsitzen ist ebenso zweifach. Einerseits ist das Meistern dieser Übung auf eine Willensanstrengung von dir zurück zu führen. Dasselbe gilt auch für jeglichen Erfolg. Menschen, die erfolgreich sind, haben einen starken Willen. Den brauchen sie auch, denn nicht immer sind die Reaktionen im Außen wohlwollend und unterstützend. Wenn du dich gleich davon abbringen lässt, kommst du nie zu etwas. 

Das Stillsitzen verlangt von dir einen starken Willen. Eben auch um nicht jedem kleinen Ziepen oder Jucken nachzugehen, sondern fest wie ein Fels in der Brandung zu stehen. Nichts bewegt dich!

Andererseits ist das Meistern dieser Übung die Voraussetzung für die nächste Stufe. Ohne Körperkontrolle gibt es nämlich keine Gedankenkontrolle. Ok, lass mich das relativieren: Es gibt keine ausreichende Gedankenkontrolle. Nur in der durch diese Übung hervorgerufenen Stille ist es überhaupt möglich, die eigenen Gedanken zu beobachten und durch diese Beobachtung gleichzeitig abzubremsen. Gleich dazu noch etwas mehr.

Suche dir also einen schönen Platz, möglichst einen, an dem du diese Übung immer durchführst. Der Sinn dahinter ist der, dass du dir dadurch eine Routine schaffst. Und alles, was du – Achtung! – routiniert machst, geht dir – erneut Achtung! – einfach von der Hand. Vor allem zeigst du dir an, dass jetzt Zeit für dich ist; Zeit für die Übung. Das ist für den Lernprozess von überaus großer Bedeutung.

Sobald du bequem, aber nicht zu lässig sitzt und dich in dieser Haltung schrittweise länger aufhalten kannst, bis ca. 30 Minuten erreicht sind, bist du bereit für die nächste Stufe: Gedankenkontrolle. Und nein, es spielt keine Rolle, was innerhalb dieser Zeit geschieht. Du sollst weder das eine, noch das andere tun, sondern einfach nur stillsitzen. Wirklich. 

Wenn es zwickt und zwackt und du dich außerstande siehst, die Übung wie gefordert durchzuführen, brich sie ab und gehe dem Zwicken und Zwacken auf den Grund. Dann nämlich will dir dein Körper mitteilen, dass es an Harmonie und Ausgeglichenheit mangelt: Er sagt dir deutlich: Tue was! Also, tue was, damit das Zwicken und Zwacken aufhört. Hier kannst du gleich der Ursache auf den Grund gehen, sie beseitigen und somit Harmonie wiederherstellen. Dann gehe die Übung erneut an, bist du sie gemeistert hast. Wann das der Fall ist? Ganz einfach: Wenn du nicht mehr nachfragen brauchst, sondern weißt, dass es jetzt soweit ist. Auch das ist Erfolg!

Mit der Fähigkeit der Körperkontrolle unterm Gürtel geht es zur Gedankenkontrolle. Wieder sitzt du allein an dem gewohnten Ort. Dieses Mal aber hast du in der Stille eine Aufgabe: Du sollst deine Gedanken beobachten. Warum? Weil diese dir bekanntlich deine Realität erschaffen. Und da diese dir – zumindest was den „Erfolg“ anbelangt – momentan nicht gefällt, bedarf es hier eines allerersten Eingriffs. Dieser ist gedanklicher Natur. Das sollte mittlerweile klar sein.

Du beginnst also, deine Gedanken zu beobachten. Dadurch wirst du dir ihrer Qualität bewusst. Vor allem erkennst du, wie schnell sie aufeinander folgen. Eben warst du noch hier, und keine 10 Sekunden später bist du bei einem völlig anderen Thema angelangt. Zu Beginn ist das OK, später aber erkennst du, dass dir das nicht wirklich dienlich ist. Also drehst du allein dadurch die Geschwindigkeit herunter, dass du deine Auf-merk-sam-keit ein wenig länger auf einem bestimmten Gedanken hältst. Das ist in etwa wie eine tief stehende Sonne, die längere Schatten wirft, wodurch wiederum mehr Details zu Tage treten. Itzhak Bentovs „Auf der Spur des wilden Pendels“ sei hier gedankt.

Durch das aufmerksame Beobachten deiner Gedanken erkennst du wie schon erwähnt ihre Qualität. Du wirst dir mit der Zeit aber auch der Gedankenfolge gewahr. Mit etwas Übung bist du dann in der Lage, die Ursache dieser Gedanken zu erkennen. Bingo – genau da willst du hin! 

Immer wieder stelle ich bei Menschen fest, dass sie sich gedanklich die meiste Zeit am falschen Pol aufhalten. Da, wo sie eigentlich hin oder sein wollen, damit befassen sie sich gar nicht oder nur beiläufig. Auch hier zieht Gleiches Gleiches an. Ein Teufelskreis.

Durch diese einfache Übung des Gewahrseins kommst du schrittweise in den Genuss der Gedankenkontrolle. Kontrolle heißt hier nicht, dass du jeden einzelnen Gedanken bis ins Nirwana analysierst, sondern dass du dir immer bewusster darüber wirst, was dir durch den Kopf schießt, um es bei Bedarf zu korrigieren und eine einheitliche, positiv ausgerichtete Denkweise zu etablieren. 

Das sich gewahr werden dieser Gedankenketten deutet konsequenterweise auf ihre Qualität hin. So kannst du mit etwas Übung bewusst entscheiden, ob du diesen Gedanken weiter hegen willst. Du kannst aber ebenso bewusst entscheiden, ihn durch einen energischen Gegenvorschlag im Keim zu ersticken und ihn qualitativ umzukehren. 

Dieses Umkehren der Qualität der Gedanken ist für den Verstand zunächst höchst verwirrend. Er ist es nämlich nicht gewohnt, dass nun eine höhere Instanz dazwischen funkt. Bisher kam ein Gedanke zum anderen. Die Qualität, ob gut oder schlecht, war dabei dem voraus gegangenen Gedanken immer ähnlich. Nun aber kommst du und schreitest energisch ein: Halt! Stopp! Bis hier und nicht weiter! Und genau das braucht dein System auch, denn wenn du es nicht bist, der die Funktion des Wächters übernimmt, ein anderer ist nicht vorhanden, der es für dich tun könnte.

Der Gedanke – der Wunsch – wird wiederholt. Er entwickelt sich zum Glauben, wird zur Gewohnheit, dann automatisch und letztendlich zu dir. Die Konsequenzen sind bei negativen Gedanken unabsehbar, verwirklichen sich aber dennoch genauso gesetzmäßig wie bei positiven.

Du befindest dich immer noch in der Stille. Jetzt weißt du auch, warum diese so wichtig ist. Zu Beginn bist du alles andere als in der Lage, in einem lauten Raum oder im Verkehr so konzentriert zu sein, dass du diese Gedankenkontrolle ausüben kannst. Mit der Zeit aber kannst du es überall tun. Übung macht auch hier den Meister.

Der Gegenvorschlag – oder das Gegenargument – ist das zentrale Thema bei der Bewusstwerdung: Er ist der im vorigen Kapitel erwähnte Polaritätswechsel. Er bedeutet die Schwingungsänderung, die zu einer neuen Manifestation führt. Daher kann ich es nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, regelmäßig die Stille aufzusuchen und dort Gedankenhygiene zu betreiben.

Du kannst einerseits abwarten, was dir durch den Kopf schießt, anderseits das Thema aber auch selbst vorgeben. Da dieses hier ein Erfolgsbuch ist und Erfolg meist mit Geld gleichgesetzt wird, schnappe dir mal das Thema Geld und klassifiziere die Gedanken, die dir dazu ein-fallen. Wie stehst du zum Geld? Hat es für dich etwas Anrüchiges? Wie bist du aufgewachsen? Was hielten deine Eltern oder Bezugspersonen vom Geld? Fällt dir dazu vielleicht noch ein Spruch von ihnen ein? „Geld wächst nicht auf Bäumen.“ „Glaubst du, ich bin Krösus?“ 

Die meisten Menschen haben so etwas schon einmal gehört. Wie aber oben erwähnt, haben wir das damals – entschuldige – für bare Münze genommen und nicht kritisch hinterfragt. Und wenn wir es taten, vielleicht sogar mit etwas Trotz, gab es anstatt des Lobes für den Mut und das eigenständige Denken sogleich einen an den Latz. Na klasse! Das sollte sich Jahre später erneut zeigen, nämlich in der Situation, in der du dich wohl gerade befindest.

Das Schöne dabei ist, dass du das Alte ungeschehen machen kannst: Das tust du dadurch, dass du es ersetzt. So einfach ist es. Natürlich geht das Alte, Eingeprägte, nicht ohne weiteres. Es ist aber erneut dein Wille, der dafür sorgt, dass es zu der notwendigen Wiederholung und somit Gewohnheitsbildung kommt.

„Ewige Aufmerksamkeit ist der Preis des Erfolges“, schrieb Charles Haanel im Master Key System. Ja, sei aufmerksam und greife dann energisch und konsequent ein, wenn du dich bei auch nur irgendeinem negativen Gedanken ertappst.

Gehe aber weiterhin liebevoll mit dir um. Sei nachsichtig. Zu Beginn klappt nicht immer alles. Das ist vollkommen normal. Aber: Du weißt um das Prinzip der Entsprechung. Das heißt, dass wenn du dir vorgenommen hast, von nun an stetigen und bewussten Erfolg in dein Leben zu ziehen, das die geistige Ursache ist. Die Auswirkung auf den niederen Ebenen wird ent-sprechend ausfallen. Die Saat ist gesät. Jetzt musst sie gewässert und genährt werden, darf aber – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht untergraben werden. Du weißt, was das bedeutet. 

Natürlich kommen zu Beginn Zweifel hoch: „Bin ich gut genug?“ „Schaffe ich es?“ „Habe ich die richtige Qualifikation?“ „Habe ich genug Geld?“ „Was wird meine Familie dazu sagen?“ Die Fragen sind endlos, die Wirkung aber einzigartig negativ. Daher ist es genau hier so wichtig, das Gegenargument zu unterbreiten – stark und oft wiederholt!

„Ja, ich bin gut genug!“ „Na klar schaffe ich es!“ „Wenn ich die richtige Qualifikation nicht habe, eigne ich sie mir an. Oder ich tue etwas anderes, wo sie nicht vonnöten ist.“ „Das Geld kommt schon, und wenn ich dafür in 24 Stunden ein Buch schreiben muss.“ „Meine Familie ist mir wichtig, aber es ist mir nicht wichtig, was sie über mich denkt. Mir ist es viel wichtiger, wie ICH über MICH denke, denn ich bin es, der sich meine Realität schafft. Dazu gehört auch meine Familie.“

Du siehst, was es mit dem Gegenargument auf sich hat. Beide Richtungen, die des Zweifels, Zauderns und Zagens, als auch die der Macht, des Mutes und des durch den Willen gesteuerten Durchsetzungsvermögens, sind schöpferisch. Erstere führt allerdings zur Aufgabe, während nur letztere zum Erfolg führt – dem Erfolg über dich selbst, deinen eigenen Schweinehund und deine vormals dominanten Glaubenssätze und Verhaltensweisen. Mit dieser Aussage bist du übrigens der Wahrheit einen weiteren Schritt näher gekommen.

Ich fasse zusammen: Ohne Körperkontrolle gibt es keine Gedankenkontrolle. Wenn du auch nur irgendeine Änderung in deinem Leben erfahren willst, geht das ausschließlich durch neue Gedanken. Alles andere ist Augenwischerei, denn die Natur hat uns nicht umsonst das Konstrukt „Wachstum“ beschert. Natürlich gibt es spontane Evolution und Quantensprünge. Sie sind jedoch nicht die Norm, denn nur das Wachstum führt zur Erfahrung. 

Auch Quantensprünge sind auf einer anderen Ebene nur Wachstumsprozesse. Nur ist es so, dass es den Menschen gegenwärtig komplett zerreißen würde, wenn er einen Quantensprung nach dem anderen erleben würde. Auch da muss er sich erst einmal langsam herantasten. Das aber soll ein Thema für ein anderes Mal sein.

Das wertfreie und nicht-verurteilende Beobachten deiner vorherrschenden Geisteshaltung führt zum Erkennen der Qualität der Gedanken. Im Falle negativer Gedanken muss ein Polaritätswechsel vorgenommen werden. Das fällt zu Beginn schwer, weil der Verstand nicht daran gewöhnt ist, in seinem regen Lauf unterbrochen zu werden. Mit der Zeit aber wird es zur Selbstverständlichkeit. Dann machst du dir darüber genau so wenig Gedanken wie gerade über deine Verdauung, wenn sie denn – Achtung! – regelmäßig ist.

Natürlich werden dir auch dann noch negative – d.h. nicht dienliche – Gedanken unterkommen. Nun aber erkennst du sie und bist dadurch in der Lage, sie umzuwandeln. Du bist auf dem Weg zur Meisterschaft, und dir ist zu gratulieren.