6.5 - Eintauchen (Hermetik - Rhythmus)
Wann ist der beste Zeitpunkt?
„Alles fließt, aus und ein; alles hat seine Gezeiten; alles hebt sich und fällt; der Schwung des Pendels äußert sich in allem; der Ausschlag des Pendels nach rechts ist das Maß für den Ausschlag nach links; Rhythmus gleicht aus.” „Rhythmus kann durch die Anwendung der Kunst der Polarisation neutralisiert werden.”
Rhythmus ist wie Schwingung und Polarität notwendig, um Dinge zu beschreiben. Rhythmus schafft Ausgleich. Rhythmus macht vorhersehbar. Rhythmus macht ruhig und gelassen.
Der Mensch unterliegt etlichen Rhythmen im Leben. Das beginnt mit dem Tagesryhthmus, der von der Sonne bestimmt wird. Dem folgt der Wochenrhythmus, der durch die Planeten bestimmt wird. Mond-tag, Mars-tag, Merkur-tag, Jupiter-tag, Venus-tag, Saturn-tag, Sonn-tag. Die Franzosen haben sich die Verbindung in ihren Wochentagen noch bewahrt: Lunedi, Mardi, Mercredi, Jeudi, Vendredi, Samedi, Dimanche.
Dem folgt der Jahresrhythmus (Erde-Sonne), gefolgt von etlichen planetarischen Rhythmen, sowie dem Voranschreiten der Tag- und Nachtgleiche (ca. 26.000 Jahre), der durch die trichterförmige Schlingerbewegung unseres Sonnensystems verursacht wird. Und darüber hinaus gibt es noch welche, die Schwingungsraten von vielen Hunderttausend oder Millionen von Jahren haben.
Jeder Abschnitt hat eine bestimmte Qualität. Weiß ich um die Qualität, kann ich mich auf Perioden des Wachstums (Ausatmens) genauso einstellen wie auf Perioden der Konsolidierung (Einatmens). Eine Unkenntnis der Rhythmen führt dazu, dass man das Richtige zum falschen Zeitpunkt tut. Eine Kenntnis der Rhythmen führt dazu, dass man das Richtige zum richtigen Zeitpunkt tut und somit in Resonanz geht, d.h. es verstärkt und so zur Verwirklichung bringt.
Rhythmus schafft vor allem aber Gewissheit – und dadurch innere Ruhe. Wenn ich weiß, wann was wiederkehrt, kann ich mich darauf einstellen. Auch hier brilliert wieder einmal die deutsche Sprache mit ihrer Genauigkeit. Ich wieder-hole das gerne, denn das Einstellen auf das, worüber ich keine direkte Kontrolle habe, ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges.
Interessanterweise haben sich u.a. das Volk der Maya aus Zentralamerika mit einer Vielzahl von Rhythmen befasst und klassifizierten diese in etlichen Kalendersystemen. Sie beobachteten die Planeten und ihre Konjunktionen sehr genau und befassten sich mit der Entwicklung des Bewusstseins. Sie schufen eigens dafür den Tzol‘kin („Zählung der Tage“) Kalender, der es ihnen erlaubte, sich in einem asynchronen Rhythmus von 260 Tagen (13 Töne und 20 Zeichen) so auszurichten, dass ihr Bewusstsein schrittweise auf eine höhere Ebene gehoben wurde.
Im Gegensatz dazu dreht sich unser gregorianischer Kalender allein um materielle Objekte (Erde „um“ Sonne, Mond und Erde umeinander), schenkt dem Bewusstsein aber keinerlei Beachtung. Das mag auch die gegenwärtige Verwirrung und Unruhe erklären, die sich seit geraumer Zeit bei den Menschen zeigt. Auch hier gilt: Weiß ich um die Rhythmen – sowohl die materiellen als auch die immateriellen, kann ich mich auf die damit einhergehenden Energien und Qualitäten einstellen.
In „The Law of One“ von Ra, einem demütigen Übermittler des Einen Gesetzes, berichtet dieser von einem 18 Tage Rhythmus in Sinuswellenform, der zwischen dem 4. und 5. Tag eine „Hochzeit“ hat, am 9. und 18. Tag kritisch ist. Dann durchstößt die Linie die Nulllinie von oben und von unten. Du darfst diesbezüglich weitere Nachforschungen betreiben und persönliche Aufzeichnungen machen.
