Skip to main content

Baron Eugene Fersen wurde am 18. November 1873 in St. Petersburg, Russland, geboren. 

Er entstammte einem hochadeligen Umfeld: Seine Mutter war Marie Olga Alexandrovna Medem, eine Großfürstin russisch-polnischer Herkunft aus dem Haus Medem (teilweise auch mit dem Namen DeLacy verbunden), das auf alte europäische Adelslinien zurückgeht.

Seine Mutter gab ihm den Beinamen „Svetozar“, was „Lichtträger“ oder „Lichtbringer“ bedeutet – ein Hinweis auf die spirituelle Rolle, die sie in ihm sah. Diesen Namen begann er später öffentlich zu verwenden, besonders in der Zeit, in der er im Rahmen des Russischen Roten Kreuzes während des Krieges diente.

Über seine Jugend ist nur bruchstückhaft bekannt, aber deutlich ist, dass er früh mit philosophischen und spirituellen Ideen in Berührung kam. Ausstellungen über seine frühen Jahre schildern ihn als Teil eines Milieus russischer Oligarchen, Spiritualisten und Philosophen, das ihn tief prägte und den Boden für seine spätere Lehrtätigkeit bereitete.

Die politischen Umbrüche im Vorfeld des Ersten Weltkriegs und der Russischen Revolution zwangen Fersen wie viele Adelige, Russland zu verlassen. Er verließ seine Heimat vor dem Ausbruch des Krieges und hielt sich zunächst in Europa auf, bevor er in die USA emigrierte.  

1910er Jahre:

  • In den späten 1910er Jahren ließ er sich in den Vereinigten Staaten nieder. 
  • Bereits um 1904/1906 hatte er begonnen, seine spirituelle Lehre auszuarbeiten, die später als „Science of Being“ (Wissenschaft des Seins) bekannt wurde. 

Aufgrund seiner Aktivitäten und seiner unkonventionellen Lehren geriet er zeitweise ins Visier US-amerikanischer Behörden, die ihn wegen angeblichen „Radikalismus“ beobachteten. Trotzdem erhielt er 1923 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Ihm soll dabei vom Richter erklärt worden sein, dass er als US-Bürger keinen Anspruch mehr auf einen europäischen Thron geltend machen könne – etwas, das er bewusst akzeptierte, da er seine Aufgabe als spiritueller Lehrer und nicht als weltlicher Herrscher sah. 

Am 14. Dezember 1921 gründete Fersen in Washington, D.C., die Organisation „The Lightbearers“ (oft auch als Lightbearers Association oder Lightbearer’s Association bezeichnet). 

Charakter der Organisation:

  • Internationale, nicht-sektiererische, nicht-politische, humanitäre und „wissenschaftlich–spirituelle“ Bildungsorganisation. 
  • Ziel war es, die Prinzipien der Science of Being praktisch zu vermitteln und Menschen zu befähigen, ihr inneres Potenzial zu entfalten.

Fersen gründete später das Lightbearers World Center and College, auch „Great Tower of Light“ genannt, in Seattle, Washington. Von hier aus entstanden erste Satelliten-Zentren in verschiedenen Regionen Kanadas. 

Die Lightbearers verstanden sich als „Träger des Lichts“ – Menschen, die Erkenntnis und Bewusstsein in die Welt tragen. Die Organisation existiert in aktualisierter Form bis heute und verwaltet Fersens geistiges Erbe.  

Fersen war Autor und Systematisierer einer umfassenden spirituellen Lehre namens „Science of Being“ – auf Deutsch oft als „Das Wissen des Seins“ wiedergegeben.

Moderne Einschätzungen sehen Fersen als eine der frühen Figuren der heute so genannten New-Age-Spiritualität. Artikel und die Website der Lightbearers bezeichnen ihn als einen der einflussreichen „Spirituellen Wissenschaftler“ des 20. Jahrhunderts, dessen Arbeit zur späteren „Human Potential Movement“ beigetragen habe. 

Die Lightbearers-Tradition schreibt ihm zudem Einfluss auf eine Reihe bedeutender spiritueller und philosophischer Autoren zu (u. a. Charles Haanel, Wallace D. Wattles, New-Thought-Kreise usw.), wobei die genaue historische Belegbarkeit einzelner Kontakte nicht immer eindeutig ist – der Einfluss ist zum Teil eher traditionell überliefert als quellenscharf dokumentiert.

Baron Eugene Fersen starb am 24. April 1956 in Seattle, Washington. 

Er wurde auf dem privaten Friedhof der Lightbearers auf Archer Mountain mit Blick auf die Columbia Gorge beigesetzt – einem Ort, den er selbst als Zentrum seiner Arbeit verstanden hatte.

Baron Eugene Fersen (18.11.1873 - 24.4.1956)

Charles Francis Haanel wurde am 22. Mai 1866 als Sohn deutschstämmiger Eltern in Ann Arbor, Michigan, USA, geboren. Sein Leben verbrachte er als Geschäftsmann und später als Autor in St. Louis, Missouri.

Charles Haanel war unter anderem Präsident der Continental Commercial Company, laut einer Biografie von Walter B. Stevens aus dem Jahre 1909 zum damaligen Zeitpunkt eine der größten in der Welt. Darüber hinaus war er Präsident der Mexico Gold & Silver Mining Company, arbeitete später noch für einen Verlag, um schlussendlich selbständig als Autor und Verleger tätig zu sein.

Als Autor von Büchern über Philosophie, Psychologie, Ursache und Wirkung, Persönlichkeitsentfaltung, Lebens- und Geisteswissen­schaften veröffentlichte er:

  • The Master Key System (1916)
  • Mental Chemistry (1922)
  • New Psychology (1924)
  • A Book About You (1927)
  • The Amazing Secrets of the Yogi (1937)

Charles Haanel erhielt mehrere Titel, darunter eine Ehrendoktorwürde vom National Electronic Institute; Doktor der Psychologie, Metaphysik, vom College of Divine Metaphysics, sowie Doktor der Medizin vom Universal College in Dupleix, Indien.

Er war Mitglied in diversen Verbänden und Gemeinschaften, u.a.

  • Das London College für Psychotherapie
  • Die Autorenliga von Amerika
  • Die Amerikanische Gesellschaft für Psychische Forschung
  • Rosenkreuzer
  • Die Amerikanischen Gesellschaft für Suggestivtherapie
  • Die Wissenschaftsliga von Amerika;
  • Pi Gamma Mu Fraternity
  • Spekulativer Maurer im 32. Meistergrad (Sublime Prince of the Royal Secret – Ritter und Prinz des königlichen Geheimnisses) des AASR (Alter u. Angenommener Schottischer Ritus), Keystone Lodge No. 243, A.F. & A.M.

Charles Haanel trat am 27. November 1949 im Alter von 83 Jahren in die Ewige Loge ein und liegt auf dem Bellefontaine Friedhof in St. Louis beerdigt. Er ist zweifelsohne einer der ganz großen Autoren des letzten Jahrhunderts, und diese Webseite ist nicht nur in seinem Andenken errichtet, sondern trägt auch dazu bei, dass sein Lebenswerk weiterhin angemessen gewürdigt und weitergetragen wird.

Ich meine, man sollte Anerkennung dort aussprechen, wo sie angemessen ist. Daher möchte ich Sie davon in Kenntnis setzen, dass ich meinen gegenwärtigen Erfolg und den Erfolg, der meiner Arbeit als Präsident des Napoleon Hill Instituts folgte, zum größten Teil den Prinzipien geschuldet ist, wie sie im Master Key System dargelegt wurden. – Napoleon Hill in einem Brief an Charles F. Haanel

Charles F. Haanel (22.5.1866 - 27.11.1949)

Albert Churchward wurde am 18. September 1852 in Okehampton, County Devon (England), als Sohn von Henry und Matilda Churchward geboren. 

Er studierte Medizin und besuchte die medizinische Fakultät „Guy’s University Medical School“ in London. 1873 schloss er sein Medizinstudium ab. 

Er war offiziell als Arzt zugelassen: Er wurde Mitglied des Royal College of Physicians und später des Royal College of Surgeons. 

Zudem war er Mitglied der Geological Society of London — eine Tatsache, die zeigt, dass er nicht nur medizinisch, sondern auch geologisch/intellektuell interessiert war.

Neben seiner ärztlichen und geologischen Arbeit war Churchward auch Freimaurer — er ordnete sich selbst in einem hohen Grad ein (nach manchen Quellen „30°“). 

Er war der jüngere Bruder von James Churchward, der durch seine Schriften über das sagenhafte „Kontinent Mu“ bekannt wurde. 

Albert Churchward machte sich vor allem einen Namen durch seine umfassenden Schriften über Antropologie, Religion, Symbolik und die Geschichte religiös-spiritueller Systeme. Er vertrat – aus heutiger Sicht kontroverse – Theorien über die Ursprünge der Menschheit, der Religion und der modernen Freimaurerei. 

Wichtige Werke (Auswahl):

  • The Signs and Symbols of Primordial Man (ca. 1910–1913) – Versucht, die Entwicklung religiöser Lehren weltweit auf ursprüngliche ägyptische Ursprünge zurückzuführen. 
  • Origin and Evolution of Primitive Man – Eine Darstellung der frühen Menschheit im Rahmen seiner Theorie evolutionärer Entwicklungen und spiritueller Vorläufer. 
  • The Origin and Evolution of Freemasonry (Connected with the Origin and Evolution of the Human Race) – Seine wohl bekannteste umfassende Schrift, in der er versucht, die moderne Freimaurerei als direkten Nachfahren alter religiöser und mystischer Traditionen zu erklären. 
  • The Origin and Evolution of Religion – Eine Darstellung, wie Religion in seinen Augen aus uralten, gemeinsamen Wurzeln entstanden sei. 

Kernannahmen seiner Theorie:

  • Churchward vertrat die These, dass alle Religionen der Menschheit — in verschleierter Form — auf alte, gemeinsame Ursprünge zurückgingen, speziell auf das alte Ägypten. Er war ein sogenannter „Pan-Ägyptist“. 
  • Er betrachtete Zeichen, Symbole und Rituale – nicht nur innerhalb der Freimaurerei, sondern weltweit – als Überbleibsel oder Abwandlungen eines ursprünglichen spirituellen Systems, das von einer frühen (ägyptischen) Urkultur ausging. 
  • Für ihn war die Evolution der Menschheit nicht nur biologisch, sondern auch spirituell und symbolisch: Menschliche Rassen, religiöse Vorstellungen, Rituale usw. seien Ausdruck unterschiedlicher Stadien dieser Entwicklung bzw. Abspaltungen. 
  • In dieser Sichtweise erscheint die moderne Freimaurerei als „legitime Erbin“ dieser alten spirituellen Tradition — als Sammelbecken universeller Symbole und Glaubensmuster.  

Zu seinen Lebzeiten war Churchward Teil der esoterisch-okkulten und freimaurerisch-mystischen Szene. Seine Werke waren eher populär-esoterisch angelegt und sprachen Menschen an, die sich für versteckte Zusammenhänge von Mythos, Religion und Gesellschaft interessierten. 

Literatur und heutige Einschätzungen sehen ihn als einen Vertreter früher spekulativer Anthropologie und „Vorkämpfer“ einer globalen Sicht auf Religion und Mythos — allerdings werden seine Theorien meist als pseudowissenschaftlich eingeordnet. Seine Hypothesen über eine einheitliche ägyptische Urreligion und deren Übertragung auf alle Kulturen gelten heutzutage kritisch und historisch nicht haltbar. 

Trotzdem bleibt er bedeutsam für das Verständnis des Historischen und Ideengeschichtlichen: Churchward spiegelt eine Epoche wider, in der Mystik, Okkultismus, frühe Anthropologie und Freimaurerei oft miteinander verwoben waren. Seine Schriften waren und sind Teil der Literatur, die sich mit Ursprüngen von Religion, Symbolik und Esoterik beschäftigt.

Dr. Albert Churchward (18.9.1852 - 4.9.1925)

Patrick Gillman Bowen (*29. Juni 1882 in Kenmare, County Kerry, Irland; †30. Juli 1940) war ein irischer Autor, Theosoph und okkult-spiritueller Denker. Er war der jüngste Sohn des Robert Bowen – eines Theosophen, der persönlich mit Helena Blavatsky, der Mitbegründerin der Theosophischen Gesellschaft, bekannt war.

Entgegen dem Wunsch seines Vaters begann Bowen keine akademische Ausbildung, sondern verließ 1897 das Elternhaus. Um 1900 zog er nach Südafrika. 

Dort trat er in die South African Mounted Rifles, ein Regiment der britischen Streitkräfte, ein und wurde in der Nachrichtenabteilung bis zum Captain befördert.

In Südafrika entwickelte Bowen ein tiefes Interesse an den Sprachen, Kulturen und spirituellen Traditionen der einheimischen Bevölkerung. Besonders geprägt wurde er durch die Begegnung mit einem afrikanischen Lehrer namens Mehlo Moya, der ihn laut eigenen Angaben in eine spirituelle, okkulte Bruderschaft einführte.

Bowen gab später an, in dieser Bruderschaft eine Initiation in drei Graden bekommen zu haben und Manuskriptfragmente aus einer traditionellen Bantu-Sprache zu übersetzen. Diese Übersetzungen veröffentlichte er später als Teil seines bekannten Werks The Sayings of the Ancient One.

Nach über 20 Jahren in Afrika reiste Bowen um 1920 nach Frankreich, wo er den irischen Mystiker George William Russell (auch „AE“ genannt) kennenlernte und sich mit ihm anfreundete.

1922 kehrte Bowen nach Irland zurück und trat der von Russell geleiteten Hermetic Society bei – einem geistigen Kreis, der sich explizit mit mystischen, esoterischen und theosophischen Lehren befasste.

Bowen identifizierte die Lehren der Hermetic Society mit den spirituellen Prinzipien, die er früher in Afrika kennengelernt hatte, und betrachtete sie als Ausdruck universellen, zeitlosen Wissens.

1933 wurde er Präsident der Hermetic Society und leitete sie bis 1939, als die Organisation – kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs – wieder aufgelöst wurde.

Patrick Gillman Bowen gilt als bedeutender, wenn auch heute wenig bekannter Vertreter der Theosophie und spirituellen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Schriften verbinden theosophische Prinzipien mit persönlichen mystischen Erfahrungen und ethnologischen Beobachtungen aus Afrika.

Wichtige Werke (Auswahl)

  • The Sayings of the Ancient One – Eine Sammlung von spirituellen Fragmenten, die Bowen angeblich aus einer traditionellen afrikanischen Weisheitsschrift übersetzte. 
  • Natural Magic – Beschäftigt sich mit okkulten und magischen traditionsbezogenen Themen. 
  • The Occult Way – Theosophische Darlegungen zu spirituellen Pfaden und innerer Entwicklung. 

Bowens Denken stand stark im Zeichen der Theosophie, einer spirituell-philosophischen Bewegung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts besonders im anglo-amerikanischen Raum weite Verbreitung fand. 

Zentrale Ideen, die sich in Bowens Leben und Werk widerspiegeln:

  • Der Glaube an eine universelle, uralte Weisheitstradition, hinter den Weltreligionen und Mythen. 
  • Die Überzeugung, dass spirituelle Initiation und persönliches Erwachen praktische Wege zu höherem Bewusstsein sind. 
  • Die Verknüpfung ethnologischer, spiritueller und philosophischer Elemente zu einer ganzheitlichen Sicht auf Mensch und Kosmos. 

⚰️ Späteres Leben und Tod

Patrick Gillman Bowen starb am 30. Juli 1940 in South Dublin, Irland. 

Bis zu seinem Tod blieb er eine respektierte, wenn auch außerhalb kleiner spiritueller Kreise wenig bekannte Figur in der theosophischen Gemeinschaft. Sein Werk wird heute vor allem in esoterischen und theosophischen Lesekreisen rezipiert und als historisches Zeugnis früher spiritueller Synthese betrachtet.

Patrick Gillman Bowen (29.6.1882 - 30.7.1940)

William Walker Atkinson wurde am 5. Dezember 1862 in Baltimore, Maryland (USA), geboren und wuchs im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten auf.

Über seine Familie ist wenig dokumentiert; bekannt ist jedoch, dass Atkinson aus bürgerlichen Verhältnissen stammte und früh eine ausgeprägte intellektuelle Neugier entwickelte. In jungen Jahren schlug er zunächst eine juristische Laufbahn ein und arbeitete erfolgreich als Anwalt.

Diese frühe Karriere endete jedoch abrupt: In den 1890er-Jahren erlitt Atkinson einen schweren physischen und psychischen Zusammenbruch, ausgelöst durch Überarbeitung, Stress und existentielle Krisen. Ärzte gaben ihm wenig Hoffnung auf vollständige Genesung.

Dieser Zusammenbruch wurde zum Wendepunkt seines Lebens.

Während seiner Genesungszeit kam Atkinson mit den Lehren der New-Thought-Bewegung in Berührung – einer Strömung, die Geist, Bewusstsein und Denken als primäre gestaltende Kräfte des Lebens betrachtete.

Atkinson berichtete später, dass er sich durch:

  • bewusste Gedankenkontrolle
  • autosuggestive Übungen
  • mentale Disziplin
  • Konzentration und Willensschulung

nicht nur gesundete, sondern auch eine neue, tiefere Sicht auf Realität, Geist und menschliches Potenzial entwickelte.

Aus dieser persönlichen Erfahrung heraus entstand sein lebenslanges Anliegen:

Spirituelle und mentale Gesetze praktisch, systematisch und für jeden Menschen anwendbar zu machen.

📚 Schriftstellerische Tätigkeit und Vielnamigkeit

William Walker Atkinson war einer der produktivsten spirituellen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts. Er veröffentlichte über 100 Bücher und Hefte, häufig unter Pseudonymen, was lange Zeit zu Verwirrung über seine tatsächliche Autorschaft führte.

Wichtige Pseudonyme

  • Yogi Ramacharaka – für Yoga-, Vedanta- und indisch inspirierte Werke
  • Theron Q. Dumont – für Mentalismus, Gedächtnistraining und Willenskraft
  • Magus Incognito – für okkulte und esoterische Schriften
  • Swami Panchadasi – für tiefere metaphysische Texte

Heute gilt als gesichert, dass Atkinson hinter nahezu allen diesen Namen stand.

🧠 Zentrale Lehren und Denkansatz

Atkinsons Werk ist bemerkenswert, weil es keinen mystischen Kult, sondern ein geistiges Betriebssystem vermitteln wollte.

Kernideen:

  • Der Geist ist schöpferisch – Gedanken sind reale Kräfte
  • Das Gesetz der Anziehung wirkt neutral, automatisch und unpersönlich
  • Willenskraft ist trainierbar
  • Bewusstsein existiert in Abstufungen (Unterbewusstsein, Überbewusstsein, kosmischer Geist)
  • Spirituelle Entwicklung folgt Gesetzen, nicht Dogmen

Er verband dabei:

  • westliche Psychologie
  • östliche Philosophie (Yoga, Vedanta)
  • Hermetik
  • New-Thought-Ideen
  • praktische Lebensführung

📖 Bedeutende Werke (Auswahl)

Unter eigenem Namen

  • Thought-Force in Business and Everyday Life
  • The Law of the New Thought
  • The Psychology of Success

Als  Yogi Ramacharaka

  • The Science of Breath
  • The Hindu-Yogi Science of Breath
  • Raja Yoga
  • Hatha Yoga
  • Fourteen Lessons in Yogi Philosophy

Als  Theron Q. Dumont

  • The Power of Concentration
  • Practical Memory Training
  • The Art and Science of Personal Magnetism

Als  Magus Incognito

  • The Secret Doctrine of the Rosicrucians

Viele dieser Bücher werden bis heute neu aufgelegt und bilden das Rückgrat moderner Selbsthilfe-, Meditations- und Mentaltrainingsliteratur.


🌍 Rolle innerhalb der New-Thought-Bewegung

Atkinson war:

  • Redakteur der Zeitschrift New Thought
  • Vizepräsident der International New Thought Alliance
  • einer der wichtigsten Systematisierer der Bewegung

Im Unterschied zu rein religiösen New-Thought-Vertretern verstand Atkinson seine Lehre als geistige Technologie – übertragbar auf:

  • Gesundheit
  • Erfolg
  • Charakterbildung
  • Selbstdisziplin
  • spirituelles Erwachen

Er war weniger Prediger, mehr Ingenieur des Bewusstseins.


🧩 Verhältnis zu Zeitgenossen

Atkinsons Einfluss reicht indirekt zu:

  • Napoleon Hill (Think and Grow Rich)
  • Wallace D. Wattles (The Science of Getting Rich)
  • Charles F. Haanel (The Master Key System)
  • späteren Selbsthilfe- und New-Age-Autoren

Er selbst trat jedoch nie als Guru auf und mied Personenkult. Sein Fokus lag stets auf Methoden, nicht auf Verehrung.


⚰️ Tod und Nachwirkung

William Walker Atkinson starb am 22. November 1932 in Los Angeles, Kalifornien

Nach seinem Tod:

  • gerieten viele seiner Pseudonyme in Vergessenheit
  • wurden seine Bücher jedoch weiterhin millionenfach verkauft
  • wurden seine Texte zur Grundlage moderner Mental- und Erfolgslehren

Heute gilt er als einer der unsichtbaren Architekten moderner spiritueller Selbstermächtigung.


🧭 Einordnung und Vermächtnis

William Walker Atkinson war:

  • kein Mystiker im traditionellen Sinn
  • kein religiöser Lehrer
  • kein reiner Esoteriker

sondern etwas Eigenständiges:

Ein Systembauer für Bewusstsein, Willen und geistige Selbstbestimmung.

Sein Werk steht genau an der Schnittstelle von:

  • Spiritualität
  • Psychologie
  • Selbstverantwortung
  • innerer Disziplin

und bildet eine geistige Brücke zwischen Ost und West, zwischen Mystik und Praxis.

William Walker Atkinson (5.12.1862 - 22.11.1932)