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Baron Eugene Fersen (18.11.1873 - 24.4.1956)

Baron Eugene Fersen wurde am 18. November 1873 in St. Petersburg, Russland, geboren. 

Er entstammte einem hochadeligen Umfeld: Seine Mutter war Marie Olga Alexandrovna Medem, eine Großfürstin russisch-polnischer Herkunft aus dem Haus Medem (teilweise auch mit dem Namen DeLacy verbunden), das auf alte europäische Adelslinien zurückgeht.

Seine Mutter gab ihm den Beinamen „Svetozar“, was „Lichtträger“ oder „Lichtbringer“ bedeutet – ein Hinweis auf die spirituelle Rolle, die sie in ihm sah. Diesen Namen begann er später öffentlich zu verwenden, besonders in der Zeit, in der er im Rahmen des Russischen Roten Kreuzes während des Krieges diente.

Über seine Jugend ist nur bruchstückhaft bekannt, aber deutlich ist, dass er früh mit philosophischen und spirituellen Ideen in Berührung kam. Ausstellungen über seine frühen Jahre schildern ihn als Teil eines Milieus russischer Oligarchen, Spiritualisten und Philosophen, das ihn tief prägte und den Boden für seine spätere Lehrtätigkeit bereitete.

Die politischen Umbrüche im Vorfeld des Ersten Weltkriegs und der Russischen Revolution zwangen Fersen wie viele Adelige, Russland zu verlassen. Er verließ seine Heimat vor dem Ausbruch des Krieges und hielt sich zunächst in Europa auf, bevor er in die USA emigrierte.  

1910er Jahre:

  • In den späten 1910er Jahren ließ er sich in den Vereinigten Staaten nieder. 
  • Bereits um 1904/1906 hatte er begonnen, seine spirituelle Lehre auszuarbeiten, die später als „Science of Being“ (Wissenschaft des Seins) bekannt wurde. 

Aufgrund seiner Aktivitäten und seiner unkonventionellen Lehren geriet er zeitweise ins Visier US-amerikanischer Behörden, die ihn wegen angeblichen „Radikalismus“ beobachteten. Trotzdem erhielt er 1923 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Ihm soll dabei vom Richter erklärt worden sein, dass er als US-Bürger keinen Anspruch mehr auf einen europäischen Thron geltend machen könne – etwas, das er bewusst akzeptierte, da er seine Aufgabe als spiritueller Lehrer und nicht als weltlicher Herrscher sah. 

Am 14. Dezember 1921 gründete Fersen in Washington, D.C., die Organisation „The Lightbearers“ (oft auch als Lightbearers Association oder Lightbearer’s Association bezeichnet). 

Charakter der Organisation:

  • Internationale, nicht-sektiererische, nicht-politische, humanitäre und „wissenschaftlich–spirituelle“ Bildungsorganisation. 
  • Ziel war es, die Prinzipien der Science of Being praktisch zu vermitteln und Menschen zu befähigen, ihr inneres Potenzial zu entfalten.

Fersen gründete später das Lightbearers World Center and College, auch „Great Tower of Light“ genannt, in Seattle, Washington. Von hier aus entstanden erste Satelliten-Zentren in verschiedenen Regionen Kanadas. 

Die Lightbearers verstanden sich als „Träger des Lichts“ – Menschen, die Erkenntnis und Bewusstsein in die Welt tragen. Die Organisation existiert in aktualisierter Form bis heute und verwaltet Fersens geistiges Erbe.  

Fersen war Autor und Systematisierer einer umfassenden spirituellen Lehre namens „Science of Being“ – auf Deutsch oft als „Das Wissen des Seins“ wiedergegeben.

Moderne Einschätzungen sehen Fersen als eine der frühen Figuren der heute so genannten New-Age-Spiritualität. Artikel und die Website der Lightbearers bezeichnen ihn als einen der einflussreichen „Spirituellen Wissenschaftler“ des 20. Jahrhunderts, dessen Arbeit zur späteren „Human Potential Movement“ beigetragen habe. 

Die Lightbearers-Tradition schreibt ihm zudem Einfluss auf eine Reihe bedeutender spiritueller und philosophischer Autoren zu (u. a. Charles Haanel, Wallace D. Wattles, New-Thought-Kreise usw.), wobei die genaue historische Belegbarkeit einzelner Kontakte nicht immer eindeutig ist – der Einfluss ist zum Teil eher traditionell überliefert als quellenscharf dokumentiert.

Baron Eugene Fersen starb am 24. April 1956 in Seattle, Washington. 

Er wurde auf dem privaten Friedhof der Lightbearers auf Archer Mountain mit Blick auf die Columbia Gorge beigesetzt – einem Ort, den er selbst als Zentrum seiner Arbeit verstanden hatte.

Baron Eugene Fersen (18.11.1873 - 24.4.1956)