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7.2 - Steuern (Atmung)

Deine Atmung spielt bei den vier Prozessen, aber auch bei der zweiten Stufe der Manifestation eine zentrale Rolle. Um es auf den Punkt zu bringen: Ohne deinen Atem wärst du umgehend tot. Du kannst eine lange Zeit ohne Nahrung auskommen, ein paar Tage ohne Flüssigkeit, aber ohne Atmung wärst du innerhalb einer Minute nicht mehr am Leben. Das deutet bereits auf die herausragende Rolle der Atmung hin.

Die westliche Welt hat der bewussten und rhythmischen Tiefenatmung sowie weiteren, an Energie reichen Atemtechniken des alten Indiens keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Das Resultat dieser Ignoranz zeigte sich in der Gesellschaft zunächst auf körperlicher Ebene durch eine Vielzahl von Störungen: Kurzatmung, falsche Körperhaltung, fehlende Ausdauer, mangelnde Sauerstoffversorgung, Durchblutungsstörungen etc. Mit so einer schwachen Ausgangsposition ist es nicht verwunderlich, dass diese die Menschen, Familien, Firmen, Gesellschaft und letztendlich eine ganze Rasse an den Rand der Selbstzerstörung treibt. Übertreibe ich? Schau dich um, wie es gegenwärtig um die zuvor genannten Strukturen bestellt ist. All diese könnten sich durch bewusste Atemtechniken wieder harmonisieren. Allein der Gedanke…

Die Bedeutung der Atmung kann gar nicht genug betont werden, denn wir nehmen mit ihr nicht nur Luft, sondern pranische Energie (Äther) auf. Dieser fließt in drei feinen Kanälen – Ida (linkes Nasenloch, rechte Gehirnhälfte, mit dem Mond verbunden), Pingala (rechtes Nasenloch, linke Gehirnhälfte, mit der Sonne verbunden) und Sushumna genannt – die Wirbelsäule hinab, versorgt die Chakren mit Lebenskraft und harmonisiert sie. 

Atmung ist aber auch für die Manifestation von Zuständen oder materiellen Dingen essenziell. Das Atmen durch das rechte Nasenloch ist mit der Sonne verbunden, das linke mit dem Mond. Die Sonne repräsentiert das aktive, männliche Prinzip und bestimmt die Verwirklichung, während der Mond das passive, weibliche Prinzip darstellt und die Stille bestimmt.

Hier gleich ein paar wichtige Tipps; den Rest kannst du Charles Haanels fantastischem Buch „Die erstaunlichen Geheimnisse der Yogis“ entnehmen. 

 Wenn es dir an Mut, Kraft und Zuversicht mangelt, mache es dir zur Gewohnheit, bewusst und verstärkt durchs rechte Nasenloch ein- und auszuatmen, das mit der Sonne (Pingala) verbunden ist. 

 Hast du zu viel Energie, die dich auszubrennen droht, dann atme verstärkt und bewusst durch das linke Nasenloch, das mit dem Mond (Ida) verbunden ist.

 Übe regelmäßig tiefe, wechselseitige Zwerchfellatmung durch die Nase. Die Anleitung dazu findest du im oben genannten Buch, aber auch im Internet sowie in Yoga Kursen.

 Wenn du dich in einer stressvollen Situation befindest, tritt einfach für einen Moment zurück, sage nichts, schließe die Augen und atme einige Male durch die Nase tief ein und aus. Innerhalb weniger Momente ist der Stress abgebaut und die Lage hat sich normalisiert. Jetzt kannst du sie wieder mit klarem Kopf angehen.

Das Resultat bewusster Atmung zeigt sich je nach Anwendung darin, dass du klarer denken kannst, ausgeglichener, ruhiger und besonnener wirst, mutiger und selbstbewusster, zielstrebiger und so auch erfolgreicher.

Mein Rat: Befasse dich eingehend mit der Atmung, denn sie bestimmt unter anderem die weiteren Prozesse, die ja für die erfolgreiche Verwirklichung deiner Wünsche und Träume verantwortlich sind. Du wirst erstaunt sein, wie einfachste Übungen zu unmittelbaren Resultaten führen. Vor allem verbinden dich bewusste Atemübungen mit dem Universellen Bewusstsein, der unendlichen Macht, die durch diese Übungen verstärkt durch dich fließt.

Edgar Bäder

Falls eines der Nasenlöcher meist verstopft ist, (Verkrümmung der Nase oder sonstiges), wirde einem die Verbindung zum Mond oder Sonne fehlen und das ganze Prinzip funktioniert nicht? Sehe ich das richtig? Was mache ich dagegen? Mich auf dieses Nasenloch mehr konzentrieren, dass die wenige Luft wenigstens bewusst eingeatmet wird?

Helmar Rudolph

Edgar Bäder Dann schaut man, dass die Verstopfung so weit wie möglich beseitigt oder gemindert wird. Salzspülungen, Gesichtsgymnastik, aber eben auch einen möglichen operativen Eingriff - das nur ganz grob. Und generell schauen, wie es um einen bestellt ist, was diese Energie anbelangt. Ist man zu weiblich/passiv, wenn das Mondnasenloch verstopft ist oder zu wenig weiblich? Selbstrelfexion führt auch hier zum Ziel. Das Universum zeigt einem dann schon den Weg, wenn man dafür eine Lösung finden will.