Ursprung, Zeichen und Symbolik der „Kunst“ – ein klassischer Deutungs- und Quellenversuch
Die Arkana der Freimaurerei ist kein moderner Enthüllungsband und auch kein sensationsgetriebener „Geheimbund“-Titel. Das Buch ist ein historisch-esoterischer Deutungsversuch aus dem frühen 20. Jahrhundert: Dr. Albert Churchward, selbst Freimaurer und Symbolforscher, verfolgt darin die Idee, dass freimaurerische Zeichen, Symbole und Vorstellungen ältere Wurzeln besitzen als die gängige Gründungserzählung der modernen Großloge (1717).
Der Text ist als Lehr- und Vortragswerk angelegt und führt den Leser systematisch durch zentrale Themen: Freimaurerei als „Brücke der Geschichte“, die „Seele“ der Maurerei, der göttliche Name, die Entwicklung von 1717 bis 1917, die Ursprungsfrage, sowie die Herleitung und Erklärung ausgewählter Zeichen und Symbole.
Ein besonderes Gewicht legt Churchward auf seine These, dass bestimmte masonic concepts in Beziehung zu altägyptischen Vorstellungen (Eschatologie, Symbolsprache, Himmelsrichtungen/Kardinalpunkte) stünden. Dabei argumentiert er nicht im Stil akademischer Religionswissenschaft, sondern als damaliger Autor, der Symbolik vergleichend deutet und historische Linien rekonstruiert.
Das Buch bietet damit:
- eine ausführliche Symbolkunde (mit Fokus auf Bedeutung und Herkunft),
- eine historisch gefärbte Ursprungserzählung der Freimaurerei aus Churchwards Perspektive,
- sowie einen Überblick über Themen wie operative Maurer, Traditionslinien und zentrale Deutungsfelder der „Kunst“.
Wichtig für heutige Leser: Die Arkana der Freimaurerei ist ein Zeitdokument – interessant für Menschen, die Freimaurerei nicht nur organisatorisch, sondern vor allem symbolisch und ideengeschichtlich verstehen möchten. Wer sich für Zeichen, Mythos, Herkunftserzählungen und die Sprache der Symbole interessiert, findet hier ein Werk, das zum Nachdenken anregt und viele klassische Motive in einen größeren Deutungsrahmen stellt.
