9 - Anwenden (Erfolg in Beziehungen)
Erfolg in Beziehungen
Hier spreche ich – wie überall woanders auch – aus eigener Erfahrung. Alles andere wäre un-glaub-würdig. Gleich vorweg: Am besten sind deine Beziehungen dann, wenn du sie nicht brauchst; wenn kein aus dem Mangel heraus entstandenes Bedürfnis besteht und somit keine Abhängigkeit oder Erwartungshaltung gegenüber der anderen Person. Paradoxerweise ist Freiheit ein integraler Bestandteil einer harmonischen Beziehung – man ist ja nicht an der Hüfte miteinander verbunden – wobei auch diese Freiheit in einem engen Rahmen abläuft, den ihr euch selber absteckt, also definiert.
„Schlimmer geht’s nimmer“, schrieb eine Dame auf meiner Chronik, als ich dieses Buch ankündigte. Das brachte mich sofort auf den folgenden Gedanken: Früher, als ich Single war, habe ich mir immer, wenn ich auf Paare stieß, wo die Frau auf mich anziehend wirkte, vorgestellt, wie sie mit mir zusammen denn so wäre. Ich habe die bestehende Beziehung nicht respektiert und geschätzt, sondern bin mit meinem Ego dort rein und habe sie gedanklich getrennt – wenn auch unbewusst. Das aber hatte entsprechende Auswirkungen, denn was für ein Signal habe ich denn ausgesandt?! Kaum aus-zu-denken, würde man sagen.
Später wurde mir mein Fehler bewusst. Ich ging anschließend dazu über, Paare als Einheit wertzuschätzen und ihnen alles Liebe und Gute zu wünschen. In Gedanken natürlich. Somit habe ich durch mein neues Verständnis ein Gegenargument unterbreitet, das wiederum eine neue Ursache hervor rief. Es sollte nach einigen fehlerhaften Anfängen nicht mehr lange dauern, bis sich das auch bei mir im Leben be-merk-bar machte und ich auf die Partnerin stieß, mit der ich heute mein Leben teile.
Das ist einfach nur mal ein einfaches Beispiel, wie das neue Wissen in der Praxis angewandt werden kann. Darüber hinaus gibt es natürlich noch unzählige andere Wege. Jede Situation hat ihren eigenen Ansatz, aber du verstehst auf Anhieb, wie sich ein höher entwickeltes Bewusstsein für alle im Außen sofort wohlwollend darstellt.
Die Grundlagenübungen sind in bestehenden Beziehungen von übergeordneter Bedeutung. Durch sie lernst du nämlich, auf Situationen oder Ereignisse zu reagieren, die diese Konstellationen mit sich bringen. So wirst du in die Lage versetzt, Konflikte zu vermeiden, bevor sie ihr unheilvolles Wesen treiben.
Bist du in keiner Beziehung, wünschst dir aber eine, lehrt dich das Wissen um den Schöpfungsprozess und die damit verbundenen Gesetzmäßigkeiten, mutig, offen und ehrlich zu sein. Zu verlieren hast du nichts, und dein Ego hast du auch zunehmend unter Kontrolle.
Auch hier habe ich festgestellt, wie viel harmonischer die zwischenmenschliche Kommunikation ist, wenn man weiß, wie man Distanz zu sich selbst einnimmt und die gegenwärtige Situation mit anderen Augen als nur denen des Ego betrachtet. Man kommt dann gar nicht umhin, als über sich selbst zu lachen und der Situation ihre Schwere und somit Belastung zu nehmen.
Es ist bei Beziehungen überaus wichtig zu verstehen, dass du nicht auf eine bestimmte Person aus bist. Ich wiederhole: Die Person spielt nur eine untergeordnete Rolle. Warum? Weil du ein geistiges Wesen bist, das einen Verstand und einen Körper be-sitzt und beide benutzt, um sich im Leben zu erfahren. Du bist also Geist und keine Materie. Daher findest du auch keine dauerhafte Befriedigung in materiellen Dingen. Diese sind lediglich Hilfsmittel, die beim Erschaffen von Bewusst-seins-zu-ständen unterstützend mithelfen. Sie sind also nicht das, worauf du wirklich aus bist.
Lies den obigen Absatz bitte noch einmal.
Im Klartext heißt das folgendes: Wenn du dich auf eine Person einschießt oder an ihr festhältst, legst du die Basis für Unzufriedenheit und Enttäuschung. Du erschaffst künstlich Widerstände. Und auch wenn du langfristig daran wachsen (oder zugrunde gehen) wirst, kurzfristig fühlt es sich nicht gut an.
Was ist also die Lösung, wenn ich mir schon keine Person vorstellen soll? Ganz klar: Stell dir das Gefühl vor. Stell dir die Freude und Liebe vor, die Gemeinsamkeit und gegenseitige Unterstützung. Stell dir die Harmonie und Glückseligkeit vor, die du in einer Partnerschaft – ganz gleich ob neu oder bereits vorhanden – erleben möchtest. Nur dann erzeugst du einen energetischen Fingerabdruck, ein bestimmtes Schwingungsmuster, welches mit ähnlichen Mustern anderer Menschen oder gar derselben Person resoniert. Und wenn hier zwei sich selbst ähnliche Muster aufeinander treffen, kommt es zu einer Harmonie und Verstärkung.
Das zu wissen erspart dir viel Sorge und Leid, auch im Beruf. Wenn es mit einer bestimmten Person also nicht klappt, dann ist schlichtweg keine ausreichende Resonanz vorhanden, um es auf eine höhere Stufe zu heben. Das kann sehr wohl noch Zeit in Anspruch nehmen. Es kann aber auch sein, dass es nie etwas wird, weil ein „Nein“ oder „Vielleicht“ eben kein „Ja“ ist. Nur ein „Ja“ würde zu noch mehr führen, weil nur ein „Ja“ Lebenskraft hat, ein „Nein“ jedoch zu nichts führt, und ein „Vielleicht“ einfach nur lähmt und dadurch Widerstände aufbaut und Energien zerstreut.
Du erkennst, worauf ich hinaus will. Werde in Beziehungen zu dem, was du dir wünschst. Lege dich nicht auf eine bestimmte Person fest. Lasse es offen und folge deiner Verzückung. Der Widerstand einer Person zeigt nur, dass es woanders eine andere gibt, mit der die Dinge einfach nur fließen und harmonisch sind. Genau das und nichts anderes willst du in einer Beziehung. Natürlich wächst du an Widerständen, aber zu viele davon richten dich zugrunde.
Beherzige diesen Rat, denn er wird dir nicht nur viel Schmerz ersparen, sondern – ganz im Gegenteil – dich harmonischer, offener, ehrlicher, gelassener, akzeptierender und einfach besser machen. Somit wirst du selbst viel geeigneter für eine dauerhafte und erfüllende Beziehung sein, ganz gleich, ob du nach einer suchst oder die gegenwärtige auf ein harmonischeres Niveau zu heben gedenkst.
Schau in jeder Situation genau hin und verfalle nicht in Vorurteile. Plappere auch nicht deine unterbewussten Glaubenssätze heraus, sondern mache dir Gedanken über die Situation. Du wirst nämlich feststellen, dass das, was dir vermeintlich fehlt, sehr wohl von anderen Menschen oder durch andere Gegebenheiten bewerkstelligt wird. Du hast ihnen nur keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Das ist allgemein das Wunder des Bewusstseins. Schau genau hin und erkenne dadurch Neues. Erkenne nämlich genau das, worauf du deine Aufmerksamkeit gelenkt hast. Wie oben, so unten; wie innen, so außen! Ist das nicht geil? Also, auch hier ran an die Beziehung mit einem völlig neuen Bewusstsein, Mut und Tatendrang, aber gleichzeitig souverän und gelassen, als würdest du es nicht wirklich brauchen. Wie heißt es im Englischen doch so schön: „You‘re at your best when you don‘t give a shit.“ Dein Bestes kommt dann heraus, wenn es dir vollkommen gleichgültig ist.
Zusätzlich möchte ich dich auf „The Work“ von Byron Katie, sowie auf „Wie Visionen wahr werden“ von Dr. John Demartini verweisen. Beide Bücher öffnen dir die Augen und werden deine Beziehungen in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Sie werden dich ermächtigen und befähigen, von nun an in zwischenmenschlicher Harmonie zu leben. Auch das bedeutet Erfolg. Natürlich gibt es darüber hinaus unzählige Bücher, Filme oder Beratungen, die dir weitere wertvolle Informationen vermitteln. Mit einer offenen Einstellung werden dich die richtigen Informationen zur richtigen Zeit finden. Daher gilt auch hier: Halte die Augen offen!
