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6.1 - Eintauchen (Hermetik - Mentalität)

Wer trifft die Entscheidung?

„Unter und hinter dem Universum von Zeit, Raum und Wechsel kann man die substantielle Wirklichkeit, die fundamentale Wahrheit finden, das All. In seinem Wesen ist das All unerkennbar.” (Quelle: Kybalion)

Alles hat einen geistigen Ursprung. Alles, was du um dich herum wahrnimmst, entstand zunächst in Form eines Gedanken. Ob du diesen nachvollziehen kannst, ist unerheblich. Der Bildschirm, das Handy, der Baum, die Erde – sie alle entstammen Gedanken, entstammen Bewusst-seins-ein-heiten. Materie entsteht nicht aus sich selbst heraus; sie besitzt immer ein sie erschaffendes Prinzip. Somit ist und bleibt sie wandelbar, genauso wie der Bildschirm, das Handy, der Baum und die Erde stetem Wandel unterzogen sind.

Für dich bedeutet das folgendes: 

Nirgends steht geschrieben, wie oder was du denken musst.

Denkst du nicht selbständig, wird für dich gedacht. Dann bekommst du das, was andere dir zugedacht haben. Das ist das, was sie wollen, nicht das, was du willst, denn du hast ja gar keinen eigenen Willen ge- und veräußert.

Doch wie kannst du selb-ständig denken? Indem du die Stille aufsuchst! Dort stillst du deine Sinne und hörst dir selber einfach mal zu. Nur dadurch wird dir gewahr, was für Gedanken dir in rasanter Abfolge durch den Kopf schießen – meist ohne jegliches Hinterfragen oder gar Aussondieren deinerseits. Tätest du es (das Aussondieren), würdest du sie anschließend in “wohl-wollend” und “un-erwünscht” einordnen und bei ihrem nächsten Auftreten erneut so verfahren. Das wiederholst du dann so oft, bis der Verstand müde und überdrüssig wird. Das ist übrigens so vor-gesehen. Dann übernimmt – wieder rein gesetzmäßig – das Unterbewusstsein die Steuerung, damit sich der Verstand Neuem zuwenden kann.

Es bedarf somit der Kontrolle deiner Gedanken, damit sich eine neue Wirklichkeit einstellen kann. Noch einmal: Kontrollierst du sie nicht selbst, wird das von anderen für dich übernommen. Arbeitest du nicht an der Verwirklichung deines eigenen Traumes – an der Verfeinerung deines eigenen Wesens – arbeitest du für andere, um deren Traum zu verwirklichen. Beides kann aber durchaus Hand in Hand gehen – dafür bedarf es allerdings Aufmerksamkeit und somit Bewusstsein.

Geist ist in jeglicher Hinsicht schöpferisch. Wenn, wie immer wieder gern getan, “auf der anderen Seite” ein Böser oder Schuldiger ausgemacht wird – sei es die Schwiegermutter, der Boss, die Illuminaten oder andere Weltherrscher – dann heißt das, dass es deinem eigenen Geist entsprungen ist. Du musst somit Verantwortung für dein Denken übernehmen. Erzähle deinem Hund etwas von den Bösen und achte auf seine Reaktion. Siehst du, es kann also nur dein Eigenes sein! Und das wird nur dadurch weniger, indem du es in dir selbst heilst, d.h. wieder ins Gleichgewicht bringst – Ursache und Wirkung halt.

Du erkennst es als das an, was es in Wahrheit ist, nämlich „dein Eigenes“, und gehst somit aus der Dualität (Trennung) heraus. So schaffst du Ordnung aus dem Chaos. So – und nur so – ist es möglich, dauerhaft in Friede und Freude und wahrer Erfüllung zu leben. 

Solange du dich vom Außen getrennt wähnst, be-sitzt es Macht über dich und daher über deine Umstände. Kommst du heraus aus der Trennung und hinein in die Einheit, ergreifst du die Macht und nimmst sie für dich in Besitz.

Du verstehst: Es geht hier um deine geistige Inanspruchnahme. Vor allem was den persönlichen Erfolg anbelangt, gibt es keine Antwort, wenn keine Frage gestellt wird. Stelle die Frage! Nimm es in Anspruch! Sprich es an! Befasse dich damit! Sage dir, dass du gut genug bist und es verdient hast. Stimme dich auf die Sache ein. Stimme dich auf den Geist der Sache ein, denn dieser bestimmt die letztendliche Manifestation. Immer und immer wieder. 

Gedankliche Energie manifestiert sich ausschließlich durch stete Wiederholung. Ohne diese wäre sie viel zu flüchtig. Es bedarf also Nach-druck, um sie in ihrem Wesen und ihrer Struktur zu festigen und zur Darstellung zu bringen. Dazu gleich mehr.

Triff du also von nun an die Entscheidungen. Im nächsten Kapitel gebe ich dir dazu genaue Anleitungen, denn es bedarf Körperkontrolle und -entspannung und Gedankenkontrolle und -entspannung, um selbst Entscheidungen zu treffen. Wer sich nicht selbst kontrolliert, wird kontrolliert, und da wären wir wieder bei der Frage: Wer trifft die Entscheidung?