3 - Mitschöpfen
In den folgenden Kapiteln gehe ich schrittweise vom Groben zum Feinen, vom Großen zum Kleinen. Ich beginne ganz am Anfang, auf einer Ebene, die du wahrscheinlich kaum mit Erfolg in Verbindung bringen würdest. Dennoch ist ein Verständnis des Großen für den Erfolg im Kleinen (auf der Erde) unabdingbar. Es wird nicht lange dauern, bis du verstehst warum.
Eines ist unmissverständlich: Wir alle schöpfen. Jede Sekunde unseres Lebens sind wir am Schaffen. Nein, nicht am Schaffen im baden-württembergischen Sinne, sondern am Bewerkstelligen von Abläufen. Wir atmen. Wir essen. Wir verdauen. Wir scheiden aus. Wir bewegen uns. Wir denken. Wir sprechen. Wir hören. Wir fühlen. Wir schmecken. Wir riechen. Wir schlafen. Alles unsere eigenen Gedankenschöpfungen – ohne Ausnahme.
Mit jedem Moment unserer Existenz verändern wir uns. „Change is the only constant“, heißt es im Englischen. Leider wird uns über diesen Schöpfungsprozess herzlich wenig beigebracht. In der Schule schon gar nicht. Dort werden alle Fächer getrennt voneinander gelehrt. Kein Wunder also, dass man am Ende kein vollständiges Bild erhält und nahezu blind und unfähig ins Erwachsenenleben entlassen wird.
Es ist so, als würde man einen Wecker nehmen und gegen die Wand werfen. Aus seinen Einzelteilen würde man dann versuchen, Rückschlüsse auf den Wecker als Ganzes zu ziehen. „Oh, schau, ein Zahnrad! Und hier, eine Feder! Wozu wohl diese Schraube da ist? Hmmm, das war bestimmt mal ein Wecker.“
Genau so läuft es ab. Die völlig mangelhafte Grundlage, die uns mit auf den Weg gegeben wurde, treibt dann im richtigen Leben ihr Unwesen – beim einen früher, beim anderen später. Dann aber stehst du vor dem Problem und weißt nicht, wie du es anzugehen und zu lösen hast.
Du spürst zwar tief in dir, dass da noch etwas ist, was viel größer und grandioser ist, als deine gegen-wärtige Version deiner selbst. Noch aber kommst du dort nicht ran. Dieses Buch ändert das ein für alle Mal. Glaube mir, ich bin da selber durch. Das wird u.a. durch die Tatsache aufgezeigt, dass du dieses Buch von mir liest und nicht umgekehrt. Das macht mich im Vergleich zu dir nicht besser. Es zeigt lediglich auf, dass ich das ver-wirkliche, was mir vor-schwebt – was ich mir vor-gestellt habe. Genau dahin bringe ich dich mit diesem Buch. Es beginnt von vorn, baut dich auf, motiviert dich und zeigt dir, wie es geht. Was du hingegen damit machst, das liegt allein bei dir. Das ent-scheidest nur du. Es gibt auch gar keinen, der dir diese Entscheidung ab-nehmen könnte oder würde. Es ist schlichtweg dein Wachstumsprozess, dein Entfaltungsprozess im Leben und der Grund, warum du jetzt hier bist.
Je besser und umfangreicher deine Ausstattung, desto einfacher gehst du durchs Leben. Nimm zum Beispiel ein Auto: Dieses entsteht nicht aufgrund von Zufällen. Bis ins letzte Detail ist alles sorg-fältig geplant. Nur so kann ein Auto entstehen, das nachher das hält, was es verspricht. Will sagen: Es gibt Gesetzmäßigkeiten, die der Autoherstellung zugrunde liegen. Sobald dort bestimmte Abläufe in Bewegung gesetzt wurden, muss man sich über sie keine Gedanken mehr machen, es sei denn sie wurden fehlerhaft entworfen. Dann würden sie zu Chaos und Ausfällen führen, da man sich auf sie nicht verlassen kann. Stress würde erzeugt werden, der bei guter Planung vermeidbar gewesen wäre. Selbes gilt auch für dich. Nur ist es wohl so, dass du mehr von der Autoherstellung weißt als von deinem eigenen Aufbau und der Funktionsweise deines Körpers und Verstandes. Auch das ändert dieses Buch.
Das Auto bietet dir noch ein weiteres Beispiel: Wenn es nur spärlich ausgestattet ist, hat es keinen Komfort. Puristen mag das gefallen. Es will aber nicht jeder ein Yogi, Eremit oder Fakir sein. Je besser es ausgestattet ist, desto mehr vereinfacht es dir dein Leben. Es bedeutet aber auch, dass du sorgsam damit umgehen solltest, sonst leidet es unter dem Gebrauch und verliert seinen Glanz.
Mit dir verhält es sich genauso. Je mehr du dich ent-wickelst und dein Bewusst-sein ent-faltest, desto sorgsamer bedarf es damit umzugehen. Dort, wo höhere Kräfte walten, gibt es auch eine ent-sprechend hohe Ver-antwort-ung.
Alles Wahrnehmbare besteht aus Schwingungen. Du selbst auch. Schwingungen sind nichts anderes als Gebilde, die sich auf verschiedene und ihnen entsprechende Art und Weise be-merkbar machen. Änderst du die Schwingung, änderst du die äußere Darstellung.
Alles besteht aus Schwingung. Das unendlich Kleine sowie das unendlich Große. Vom Atom bis hin zur Galaxie, alles unterliegt dem einen Gesetz. Alles ist in Bewegung. Nichts steht still. Dieses Gesetz wurde unter anderem in den sieben hermetischen Prinzipien dargelegt, den sieben Spielregeln deines Lebens. Diese erkläre ich in einem folgenden Kapitel auf praktische und anschauliche Art und Weise.
Das Leben ist ein ständiges Pulsieren. Ohne deinen Puls wärst du tot. Alles ist ein ewiges Auf und Ab. Es ist der Rhythmus, wo jeder mit muss. Auf und ab, hin und her, Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Freude und Sorge. You name it, we’ve got it!
Auf unendlich großer Ebene findet auch ein Pulsieren statt. Es besteht nach letzten Erkenntnissen der Wissenschaft aus dem gegenseitigen Durchdringen zweier trichterförmiger Strukturen und der daraus entstehenden Interaktion. Der eine Aspekt komprimiert, der andere expandiert. Das heißt auf Deutsch: Der eine presst zusammen und konzentriert, während der andere auseinander strebt und sich dabei auf-löst. Dreidimensional sieht es aus wie ein Donut. In der Wissenschaft spricht man von einem Torus – einem Ring mit einem Loch in der Mitte, in Form ähnlich eines Apfels.
Nun ist es so, dass auch unsere Galaxie und unser Sonnensystem diese torusförmige Struktur be-sitzen und ihren Gesetzmäßigkeiten unter-liegen. Im Zentrum der Schöpfung unseres Systems steht die Sonne. Ohne sie gäbe es keine Kekse – und auch keine Bücher. Erinnere dich: Sei dankbar!
Das Große kann nur dann zu dir kommen, wenn du eine Wertschätzung für das Kleine hast.
Übrigens erschafft auch das Herz um sich herum ein torusförmiges elektromagnetisches Feld. Selbiges gilt für den Körper und die Erde. Auch hier gilt das hermetische Axiom: „Wie oben, so unten.“
Während sich nun diese zwei Energieformen entlang einer vertikalen Achse durchdringen und im Zentrum neues Leben schaffen, entsteht meinem gegenwärtigen Verständnis nach entlang der horizontalen Achse Schöpfung auf einer materiellen Ebene. In unserem Fall wäre es das Sonnensystem mit der Sonne als impulsgebendem Element – und ich sage hier bewusst nicht „im Zentrum“ – sowie die Planeten auf ihren Umlaufbahnen, der Sonne auf ihrer Reise durchs All folgend. Aufgepasst: Auch die Sonne steht nicht still!
Alles, was (durch eine der Schöpfung innewohnende) Rotationsbewegung nach außen strebt, verliert mit der Zeit an Struktur, löst sich entsprechend auf und kehrt wieder in den Schmelztiegel der Schöpfung zurück.
Unsere Planeten sind Beweis dafür. Innen und als letztes aus der Sonne heraus geboren, kreist der Merkur – der Götterbote – heiß und schnell um die Sonne. Er steht für das Mentale, die Kommunikation, die Beweglichkeit. Je mehr wir aber nach außen schauen, desto leichter und flüchtiger werden die Planeten. Saturn, zum Beispiel, ist so leicht, dass er auf Wasser schwimmen würde. Stell dir das einmal vor!
Wenn wir dann beim Neptun angelangt sind, haben wir es mit einem Planeten zu tun, der sich in nicht allzu langer Zeit auflösen wird, wobei „nicht allzu lange“ relativ ist. Ihm und Uranus werden in der Astrologie somit geistige Qualitäten von langer Dauer und Permanenz nachgesagt.
Neptun ist zuerst dran. Er kann dann entscheiden, selbst eine Sonne zu werden und Leben zu geben, oder in seinen Einzelteilen wieder in den endlosen Strudel des Torus zurück zu fließen. Beides ist in Ordnung – im wahrsten Sinne des Wortes.
Was hat das denn mit Erfolg zu tun?, magst du dich fragen. Das ist schnell beantwortet. Diesem einfachen Schema entspricht auch unser eigenes Leben. Auch wir werden geboren, entfernen uns dann aber mit zunehmendem Alter von unserem Ursprung (unseren Eltern). Wir werden erwachsen und entscheiden, ob wir selber zu Sonnen (Eltern) werden wollen, d.h. Leben spenden, oder auch nicht. Beides ist gut.
Am Ende unserer Reise angelangt lösen wir uns auch auf, und unser Bewusstsein fließt auf vielfältige Art und Weise zurück ins Ganze. Dort werden die Karten neu gemischt, und es geht wieder von vorn los. Wo kein Anfang ist, da ist auch kein Ende. Ist das nicht ein wunderbares Bild der Schöpfung?
Wie die Planeten werden auch wir mit den Jahren zunehmend geistiger. In jungen Jahren dreht es sich noch um Dinge wie Autos, Uhren, Haus, Schuhe, Schmuck oder andere Gegenstände. Es dreht sich um Macht anderen gegenüber, um zu zeigen, dass man „wer ist“. Schon hier werden allerdings bestimmte Muster erschaffen, an denen du später zu knacken hast.
Zu Beginn ist es – wie auf dem Merkur – hitzig und intellektuell. Später dann – während die Uhr tickt – spielt das Materielle nur noch eine untergeordnete Rolle. Es hatte damals sehr wohl seine Berechtigung. Jetzt geht es ruhig und besonnen zu, mehr intellektuell und spirituell. Es sind andere Qualitäten anstelle des materiellen Reichtums gestoßen, den sowieso niemand von uns mit-nehmen kann.
All das ist insofern wichtig zu wissen, da man sich so auf diese Prozesse und Zyklen einstellen kann. Wer weiß, wann welche Qualitäten oder Ströme vorherrschen, der weiß auch, wann er sich wie zu verhalten hat. Daher sind auch die Astrologie und Numerologie von großer Bedeutung, denn mit ihnen kann man sich besser kennenlernen – und somit auch im Leben erfolgreicher werden.
Das trifft vor allem dann zu, wenn es um Gefühle geht. So, wie zu einer bestimmten Zeit bestimmte Tendenzen (Neigungen) vorherrschen, vergehen diese wieder im Laufe der Zeit, teilweise sogar innerhalb von Sekunden. Dann machen sich andere Neigungen bemerkbar, aber auch diese gehen genau so schnell wie sie gekommen sind. Was auf-wallt muss zwangsläufig wieder ab-klingen.
Für dich bedeutet das folgendes: Deine Gefühlslage ist dein Leben. Wenn du dir über bestimmte Tendenzen bewusst bist, kannst du dich geistig darauf einstellen. Du kannst sie integrieren, transformieren, transzendieren oder transmutieren. Dadurch erlangst du Herrschaft über sie. Herrschaft und Erfolg sind eng miteinander verbunden – nur damit du es weißt.
Deine Gefühlslage wird von zahlreichen kleineren Zyklen bestimmt. Bist du dir dieser nicht bewusst, schlagen die Gefühle voll rein – oder auch aus. Weißt du auch um diese Zyklen, kannst du dich wiederum auf sie einstellen. „Vor-sicht ist die Mutter der Porzellankiste.“ Das gilt für dich, aber auch für andere Menschen, mit denen du in Kontakt stehst. Wenn diese mal wieder aus-ticken, kannst du ent-scheiden, ob du dich darauf ein-lassen, oder diese lebenswidrige (weil Energie raubende) Neigung doch besser de-gradieren und unter-ordnen willst.
Ich wieder-hole: Auf großer Ebene läuft genau dasselbe ab, was auch hier auf Erden abläuft. Nur ein gründliches Wissen dieses ständigen Pulsierens hilft dir, zu jeder Zeit angemessen auf etwas zu re-agieren.
Du bist ein bewusster Mit-schöpfer. Die Kraft „Gottes“ ist dir inne. Du besitzt jedoch nicht die Macht und Kraft, auf wirklich alles einen Ein-fluss auszuüben. Wäre dem so, bräuchtest du dieses Buch nicht.
