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Die dreizehn Karten von Ass bis König

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Inhaltsverzeichnis[Verstecken]
  1. Einleitung
  2. Das Ass: Ursprung, Idee und ungeteilte Kraft
  3. Die hohe und niedrige Seite des Asses
  4. Das Ass als geistiger Same
  5. Eine MKS-Übung für das Ass
  6. Die Zwei: Beziehung, Spannung und Entscheidung
  7. Die hohe und niedrige Seite der Zwei
  8. Zwei und Polarität
  9. Eine MKS-Übung für die Zwei
  10. Die Drei: Ausdruck, Vielfalt und schöpferische Möglichkeit
  11. Die hohe und niedrige Seite der Drei
  12. Die Drei als schöpferische Synthese
  13. Eine MKS-Übung für die Drei
  14. Die Vier: Ordnung, Fundament und Form
  15. Die hohe und niedrige Seite der Vier
  16. Die Vier und Gewohnheit
  17. Eine MKS-Übung für die Vier
  18. Die Fünf: Bewegung, Erfahrung und Freiheit
  19. Die hohe und niedrige Seite der Fünf
  20. Die Fünf als Vermittlerin zwischen Form und Entwicklung
  21. Eine MKS-Übung für die Fünf
  22. Die Sechs: Verantwortung, Ausgleich und karmische Bindung
  23. Die hohe und niedrige Seite der Sechs
  24. Die Sechs und das Gesetz des Austauschs
  25. Eine MKS-Übung für die Sechs
  26. Die Sieben: Glaube, Prüfung und innere Wahrheit
  27. Die hohe und niedrige Seite der Sieben
  28. Die Sieben als Prüfung des Unsichtbaren
  29. Eine MKS-Übung für die Sieben
  30. Die Acht: Kraft, Verdichtung und Selbstbeherrschung
  31. Die hohe und niedrige Seite der Acht
  32. Die Acht und Konzentration
  33. Eine MKS-Übung für die Acht
  34. Die Neun: Vollendung, Loslassen und universaler Wert
  35. Die hohe und niedrige Seite der Neun
  36. Die Neun und das universale Prinzip
  37. Eine MKS-Übung für die Neun
  38. Die Zehn: Leistung, Sichtbarkeit und materielle Wirkung
  39. Die hohe und niedrige Seite der Zehn
  40. Die Zehn und die äußere Welt
  41. Eine MKS-Übung für die Zehn
  42. Der Bube: Innovation, Erneuerung und schöpferische Unruhe
  43. Die hohe und niedrige Seite des Buben
  44. Der Bube als Initiationskraft
  45. Eine MKS-Übung für den Buben
  46. Die Dame: Meisterschaft, Aufnahme und innere Souveränität
  47. Die hohe und niedrige Seite der Dame
  48. Meisterschaft ist Aufnahme und Ordnung
  49. Eine MKS-Übung für die Dame
  50. Der König: Autorität, Verantwortung und verkörpertes Prinzip
  51. Die hohe und niedrige Seite des Königs
  52. Der König und das Gesetz der Ursache
  53. Eine MKS-Übung für den König
  54. Die dreizehn Karten als vollständiger Schöpfungsprozess
  55. Die Kartenwerte als innere Mannschaft
  56. Der Rang ist keine Entschuldigung
  57. Ass bis König in Beziehungen
  58. Ass bis König im Beruf
  59. Ass bis König als Lebensalter und Reifung
  60. Eine MKS-Gesamtübung mit den dreizehn Karten
  61. Das Dreizehn-Karten-Protokoll
  62. Ein 13-Wochen-Weg von Ass bis König
  63. Häufig gestellte Fragen
  64. Dreizehn Karten und ein einziger Auftrag: Werde Ursache

Wie das Master Key System dabei hilft, die dreizehn Karten eines Spielkartenblattes für die eigene Weiterentwicklung einzusetzen und somit erfolgreich und zufrieden zu sein.

Einleitung

Die dreizehn Karten von Ass bis König bilden weit mehr als eine Rangfolge. Sie beschreiben einen vollständigen Entwicklungsweg. Das Ass setzt einen Impuls. Die Zwei bringt Beziehung und Spannung. Die Drei öffnet Möglichkeiten und Ausdruck. Die Vier baut Form. Die Fünf bewegt und verändert. Die Sechs bindet an Verantwortung und Ausgleich. Die Sieben prüft den Glauben. Die Acht verdichtet Kraft. Die Neun fordert Loslassen. Die Zehn bringt Leistung und sichtbare Wirkung. Der Bube erneuert. Die Dame meistert. Der König verkörpert Autorität.

Diese Folge ist weder zufällig noch bloß dekorativ. Sie zeigt, wie eine Idee durch verschiedene Stadien gehen muss, bevor sie zu einer tragfähigen Form wird. Ein Impuls allein ist noch kein Werk. Eine Möglichkeit ist noch keine Ordnung. Kraft ohne Prüfung ist noch keine Meisterschaft. Und Autorität ohne Verantwortung ist nur ein aufgeblasenes Kostüm.

Genau hier begegnen sich die dreizehn Karten und das Master Key System. Das Master Key System beschreibt, wie ein Gedanke durch Aufmerksamkeit, Vorstellung, Gefühl, Wiederholung und Handlung in Form übergeht. Die Kartenwerte zeigen, welche Entwicklungsqualität in diesem Prozess jeweils hervortreten kann. Sie sind nicht nur Persönlichkeitsbeschreibungen. Sie sind Stufen, Prüfungen und Arbeitsweisen des Bewusstseins.

Das Ass fragt: Was will durch mich beginnen?

Die Zwei fragt: Womit muss es sich verbinden?

Die Drei fragt: Welche Möglichkeiten entstehen?

Die Vier fragt: Welche Form trägt?

Die Fünf fragt: Was muss sich bewegen?

Die Sechs fragt: Welche Verantwortung folgt?

Die Sieben fragt: Worauf vertraue ich?

Die Acht fragt: Wie setze ich Kraft ein?

Die Neun fragt: Was darf enden?

Die Zehn fragt: Welche Wirkung wird sichtbar?

Der Bube fragt: Was muss erneuert werden?

Die Dame fragt: Was muss gemeistert werden?

Der König fragt: Wofür stehe ich?

Wer diese dreizehn Fragen ernsthaft durchläuft, hat bereits einen vollständigen Lehrgang geistiger Entwicklung vor sich. Das Master Key System gibt ihm dafür Methode und Disziplin. Die Karten geben ihm Sprache, Bild und Entwicklungsrhythmus.

Die meisten Menschen betrachten Kartenwerte hierarchisch. Ein König gilt als hoch, ein Ass als besonders, eine Zwei als klein. Diese Sicht ist oberflächlich. Ein König ohne Ass besitzt keine ursprüngliche Kraft. Eine Acht ohne Vier kann Macht erzeugen, aber keine stabile Form. Eine Dame ohne Sieben kann sehr kompetent wirken und dennoch jedem echten Glauben ausweichen.

Jeder Kartenwert erfüllt eine notwendige Funktion. Keine Stufe kann vollständig übersprungen werden. Der Mensch kann zwar bestimmte Bereiche früh stark ausbilden und andere vernachlässigen, doch die fehlende Qualität meldet sich später. Ein brillanter Bube ohne Saturnqualität beginnt unzählige Verbesserungen und vollendet kaum eine. Ein mächtiger König ohne Herzensbildung erzeugt Gehorsam, aber keine loyale Gemeinschaft. Eine sensible Zwei ohne Solarplexus verliert sich in Beziehung.

Das Master Key System arbeitet mit Harmonie. Geistige Kraft entsteht nicht dadurch, dass eine einzelne Fähigkeit maximal vergrößert wird. Sie entsteht durch geordnete Zusammenarbeit. Die dreizehn Kartenwerte zeigen dreizehn Arten, wie diese Ordnung wachsen, kippen und wiederhergestellt werden kann.

Das Ass: Ursprung, Idee und ungeteilte Kraft

Das Ass ist der Anfang. Es steht für einen ursprünglichen Impuls, einen Samen, eine Idee oder eine Kraft, die noch nicht aufgeteilt wurde. Es trägt Potenzial, aber noch keine ausgearbeitete Form.

Im menschlichen Leben zeigt sich das Ass als Wunsch, Eingebung, Neuanfang oder innerer Ruf. Etwas möchte entstehen. Der Mensch spürt eine Richtung, kann sie aber vielleicht noch nicht vollständig benennen.

Das Master Key System beginnt ebenfalls mit einem inneren Gedanken. Jede äußere Form existiert zunächst als Vorstellung oder Möglichkeit. Das Ass entspricht diesem ersten geistigen Keim.

Doch Potenzial ist billig. Jeder Mensch hat Ideen. Jeder kennt Momente von Begeisterung. Das Ass wird erst wertvoll, wenn es seinen nächsten Entwicklungsweg antritt.

Ein Ass, das nur Ass bleiben möchte, liebt den Anfang und fürchtet die Verantwortung der Form.

Die hohe und niedrige Seite des Asses

Die hohe Seite des Asses ist Klarheit des ursprünglichen Impulses. Der Mensch erkennt einen Gedanken, der wirklich zu ihm gehört. Er spürt Lebendigkeit, Eigenständigkeit und den Mut, etwas zu beginnen.

Die niedrige Seite zeigt sich in Egozentrik, Unreife und ständiger Selbstbehauptung. Das Ass kann glauben, jede Idee sei wichtig, nur weil sie im eigenen Kopf entstanden ist. Es möchte einzigartig sein, bevor es etwas geleistet hat.

Das Master Key System verlangt Prüfung. Ein Gedanke darf nicht nur neu sein. Er muss wahr, sinnvoll und entwicklungsfähig sein.

Die erste MKS-Frage des Asses lautet deshalb:

„Welche Idee verdient meine ungeteilte Aufmerksamkeit?“

Nicht jede Inspiration ist ein Auftrag. Manche sind nur geistige Funken ohne Brennstoff.

Zuerst kommt das Wissen, dann die Arbeit. Erst viel später, vielleicht nachdem Du gestorben bist, wächst etwas aus dem, was Du erschaffen hast.
- Mevlana Jalal al-Din Rumi (1207-1273), Mathnawi, V, 1053